Lokalsport

Heimspiel gegen Grenzau als leichte Hürde?

Mit Vollgas ins Halbfinale der Tischtennis-Bundesliga: Der TTC metabo Frickenhausen scheint im Moment nicht zu stoppen zu sein. Fünf Spiele in Folge ungeschlagen, in der Rückrunde nur einen Punkt abgegeben gemessen an dieser Statistik dürfte auch Grenzau zu schlagen sein.

OLAF NÄGELE

Anzeige

Am Sonntag um 16.30 Uhr treffen die Kontrahenten in der Sporthalle auf dem Berg aufeinander. Nach dem spektakulären Auswärtssieg in Gönnern gab es für die Akteure des TTC Lob von allen Seiten. "Man muss der gesamten Mannschaft und dem Trainer ein großes Kompliment für die hervorragende Zusammenarbeit machen", sagt Frickenhausens Manager Reuhl. Endlich zeige das Team, was in ihm steckt, dass es Spiele noch umbiegen kann.

Vor allem die Leistungen gegen Würzburg, als trotz eines 0:2-Rückstandes ein Punkt gesichert werden konnte, und die Aufholjagd gegen Gönnern, als ein 0:3 noch in einen 6:3-Sieg umgewandelt wurde, lassen positiv in die Zukunft blicken. Und das obwohl immer noch Gegner wie der Rekordmeister aus Düsseldorf und die Lokalrivalen Ochsenhausen und Plüderhausen auf dem Spielplan stehen. Keine dieser Mannschaften hat etwas zu verschenken. Fehltritte können unter Umständen das vorzeitige Aus im Kampf um die Play-Off-Plätze bedeuten. "Darum gehe ich auch fest von einem Sieg in heimischer Halle gegen Grenzau aus", gibt sich Präsident Wohlhaupter-Hermann zuversichtlich. Der Tabellenvorletzte als vermeintlich einfachste Klippe, die es noch zu umschiffen gilt.

Betrachtet man die Bilanz der Grenzauer, liegt dies nahe. Lediglich sieben Punkte aus 12 Spielen sammelte das Team um den deutschen Nationalspieler Fejer-Konnerth. Dennoch nimmt man den Gegner in Frickenhausen ernst. "Grenzau hat im letzten Spiel gegen Würzburg ohne seine Nummer drei gespielt. Wenn die Mannschaft komplett ist, ist sie brandgefährlich", meint Trainer Qiu. Daher wird Qiu auch die Doppel wieder umbauen. "Wir haben gegen Gönnern in der alten Formation gespielt, weil es im Hinspiel sehr gut funktioniert hat." Nach dem 0:3 gegen Boll/Grujic wird Jörg Schlichter jedoch die Stelle von Bojan Tokic einnehmen und an der Seite von Ma spielen.

Wie wichtig die zwei Punkte gegen Grenzau sind, wird deutlich, wenn man die Begleitumstände der Restspielzeit genauer betrachtet: Aller Voraussicht nach wird Timo Boll bei Auswärtsspielen des abgeschlagenen TTV Gönnern nicht mehr antreten und auch Jülich muss auf seine Nummer eins Tomasz Krzeszewski auf Grund eines Bandscheibenvorfalls verzichten. Präsident Wohlhaupter-Hermann will von einem Vorteil nichts wissen: "Wir müssen auf unsere eigenen Leistungen schauen und dürfen uns nicht auf das Abschneiden anderer verlassen."