Lokalsport

Henzler rast noch einmal aufs Treppchen

Versöhnlicher Saisonabschluss in der American Le Mans-Serie: Platz drei im GT2-Gesamtklassement

Mit einem hart umkämpften dritten Platz beendete der Zizishausener Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler zusammen mit seinem kurzfristig engagierten Mitpiloten Pierre Ehret den letzten Lauf zur American Le Mans-Serie (ALMS). Damit sichert er sich ebenfalls Rang drei im offiziellen Endklassement der GT2-Gesamtwertung.

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Eberhard Strähle

Laguna Seca. Hinterher war Wolf Henzler sehr zufrieden. „Dies war eines der härtesten Rennen meiner Karriere. Es war das glückliche Ende einer durchwachsenen Saison.“ Auf dem kalifornischen Rennkurs, der für ihn phasenweise zur „Mutprobe“ geriet, hatte Henzler kurzfristig auf Stammpartner Dirk Werner verzichten müssen: Der stand kurz vor dem Gewinn der Grand American-Serie und hatte deshalb für das Rennen in Homestead (Florida) gemeldet. So teilte sich der in Kalifornien lebende deutsche Geschäftsmann Pierre Ehret mit ihm das Cockpit – nicht die allerbeste Lösung: Der gebürtige Münchner war mehr seinen Ferrari als den Porsche 911 GT3 RSR des Farnbacher-Loles-Teams gewohnt. Doch für Henzler reichte es, nach Platz eins in der Vorsaison diesmal erneut auf dem Treppchen zu stehen.

Im Qualifying setzte Henzler den Boliden hinter der Corvette von Jan Magnussen, dem Ferrari 430 Berlinetta von Pierre Kaffer und John Gavins Corvette auf Rang vier – der 13. Startplatz im Gesamtfeld der 33 Fahrzeuge. Das eingetragene Mitglied des Motorsportclubs Kirchheim/Teck (MCKT) übernahm auch die Startphase des Vierstundenrennens. Zunächst fuhr er den bärenstarken Corvettes und dem Ferrari F 430 nur hinterher – drei Sekunden Rückstand. Während eines routinemäßigen Boxenstopps nach einer Stunde übergab der 33-Jährige an Pierre Ehret. Doch der Münchner hatte Anlaufschwierigkeiten: Die Umstellung von seinem in der LMS pilotierten Ferrari F430 Berlinetta auf den GT2-Porsche passte nicht hundertprozentig, er fiel zunächst auf Platz acht zurück. Nun begannen die üblichen kleinen Rangeleien, wobei die Porsche-Paarung Jörg Bergmeister/Patrick Long (Flying Lizard Team) – die späteren Tages- und Gesamtsieger – an die Spitze gespült wurde. Jetzt machte auch Ehret Boden gut und übergab an Henzler als Fünfter.

Die letzte Rennstunde hatte es in sich, denn die Topteams legten nochmals einen Tankstopp ein. Henzler lag vorübergehend in Führung, doch auch er musste nochmals tanken. Nun entbrannte zwischen Dominik Farnbacher (Panoz) und Henzler der Kampf um Platz drei in der Gesamtwertung – es wurde ein Zweikampf der besonderen Art. Der Panoz war in der Beschleunigung stärker – der Porsche in den Kurven. Immer wieder zog der eine am anderen vorbei, ein munteres Wechselspiel begann. Am Ende war Henzler Sieger dieses Duells. Der Treppchenplatz – es war eine versöhnliche Endplatzierung.