Lokalsport

Hexenkessel in Frickenhausen

Mit dem TTC Frickenhausen und Müller Würzburger Hofbräu stehen im ersten Final-Spiel um die deutsche Tischtennismeisterschaft am kommenden Sonntag zwei absolute Überraschungsteams.

OLAF NÄGELE

Anzeige

FRICKENHAUSEN Was am Anfang der Saison in Frickenhausen kaum jemand für möglich gehalten hätte, ist jetzt Realität geworden: Nach einer durchwachsenen Vorrunde, einer sehr guten Rückrunde und einem Leistungsschub in den Play-off-Spielen gegen Borussia Düsseldorf, steht der TTC Frickenhausen vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte dem Gewinn der Deutschen Tischtennismeisterschaft.

Das Final-Hinspiel gegen Müller Würzburger Hofbräu findet am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr in der Sporthalle auf dem Berg in Frickenhausen, das Rückspiel am darauffolgenden Sonntag (15 Uhr) in Würzburg statt.

Das Überraschungsteam aus Franken, das zum ersten Mal in einem Finale um die Tischtennismeisterschaft steht, hatte auf Grund der besseren Platzierung in der Abschlusstabelle der Hauptrunde die Wahl, ob es das Hinspiel in der eigenen Halle oder auswärts bestreiten möchte. Nach zweistündiger Beratung entschied man sich dafür, zunächst in Frickenhausen anzutreten. TTC-Manager Reuhl sieht darin keinen Nachteil: "Man hat gesehen, wie stark wir zuhause sind. Hier können wir uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel herausarbeiten." Präsident Wohlhaupter-Hermann sieht es pragmatischer: "Ich hätte auch damit leben können, wenn wir erst auswärts gespielt hätten und dann zuhause den Sack zugemacht hätten. Außerdem", fügt er augenzwinkernd hinzu, "wäre es schöner, in Frickenhausen Meister zu werden."

Als Tipp lässt der Präsident die Aussage jedoch nicht gelten. "Die Chancen stehen 50:50. Die Spiele werden unter anderem von den Tagesformen der Akteure entschieden." An dieser arbeitet seine Mannschaft mit Hochdruck. Sie gönnte sich keine Atempause, befindet sich bereits wieder im Training. "Die Spieler sind voll konzentriert und haben nur noch das Finale im Visier", bestätigt der Manager. "Sie wollen unbedingt einen Titel holen."

Einmal mehr ist das Publikum von Frickenhausen gefordert, für die notwendige Unterstützung zu sorgen. Christoph Reuhl baut darauf, "dass die Zuschauer die Halle am Sonntag in einen Hexenkessel verwandeln."