Lokalsport

"High noon" in Pforzheim

Zittern vor dem großen Finale: Den Luftpistolen-Schützen des TSV Ötlingen steht mit den Relegations-Wettkämpfen in Pforzheim ein schicksalhaftes Wochenende bevor. Um den Verbleib einer Ötlinger Mannschaft in der höchsten deutschen Schützenklasse kämpfen morgen gleich zwei Teams des TSVÖ.

KIRCHHEIM Nachdem sich die erste Mannschaft der Ötlinger in ihrem letzten Saisonwettkampf mit einem 4:1-Sieg gegen den SV Heidelberg auf den 7. Tabellenplatz in der Bundesliga retten konnte, muss sie nun in den bevorstehenden Wettkämpfen beweisen, dass sie weiterhin zum Oberhaus gehören will. Die zweite Mannschaft der Rübholzschützen hat sich nach einer hervorragenden Saison als Meister der Regionalliga Süd-West ebenfalls für die Relegationskämpfe qualifiziert. Dass zwei Mannschaften des gleichen Vereins in der Relegation stehen, das gab es bisher erst einmal in der Geschichte der Bundesliga.

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Mit von der Partie am 29. Januar im Landesleistungszentrum Pforzheim ist auch der SV Willmandingen, Zweitplatzierter in der Regionalliga Süd-West. Aus der Regionalliga Süd kommen dazu der Meister FSG Hilpoltstein und der Zweite in dieser Liga, die Schützen der FSG Zwiesel. Nach der Ligaordnung stellt jede Mannschaft fünf Schützen, die in zwei Durchgängen von jeweils vierzig Schuss die höchstmöglichen Ringzahlen zu erreichen versuchen. Die beiden Mannschaften mit der höchsten Ringzahl als Summe aus beiden Durchgängen steigen in die Luftpistolen-Bundesliga-Süd auf. Sollten die Ötlinger Schützen ganz vorne mitspielen können, so kann nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes jedoch nur eine der beiden Mannschaften in die höchste deutsche Liga aufsteigen. Dennoch ist es von Vorteil, dass die Ötlinger zwei Eisen im Feuer haben, hat man doch dem SV Heidelberg dem wohl stärksten möglichen Gegner den Weg in die Relegation verbaut.

Welche Schützen in den Ötlinger Mannschaften zum Einsatz kommen werden, bleibt abzuwarten. Besonderes Augenmerk ist auf die Willmandinger, die mit dem Nationalschützen Wolfgang Psenner aus Österreich antreten, und auf den Zwieseler Tobias Heider zu richten. Alle Schützen, die an der Relegation teilnehmen, haben in der abgelaufenen Saison in der Bundesliga und in den Regionalligen gezeigt, dass sie mit ihren Leistungen fit für die neue Bundesligasaison sind. Jetzt gilt es für die Rübholzer noch einmal alles zu geben, um in Pforzheim erfolgreich zu sein.

Die Hoffnung der Ötlinger ist groß, diesen Wettbewerb auf dem ersten oder dem zweiten Platz zu beenden. In Pforzheim zählt letztlich nur die Summe aller Einzelergebnisse einer Mannschaft und nicht die Punktewertung eines "Mann-gegen-Mann-Duells", wie es in den Saison-Wettkämpfen sowohl in den Regionalligen wie auch in den Bundesligen erfolgt. Neben den Luftpistolenschützen kämpfen auch die Luftgewehrschützen aus Waldkraiburg, Petersaurach, Kempten, Pfaffenweiler und Schifferstadt um den Einzug in die Luftgewehrbundesliga-Süd.

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RELEGATIONS-FAHRPLAN

Sonntag, 11 Uhr:

1. Durchgang Luftgewehr. 12.30 Uhr:

1. Durchgang Luftpistole. 14 Uhr:

2. Durchgang Luftgewehr. 15.30 Uhr:

2. Durchgang Luftpistole.