Lokalsport

Hintergedanken beim Saisonkehraus

Bezirksliga: TSVW will Sieg als Abschiedsgeschenk für Trainer – SG träumt vom Coup in Stuttgart

Die beiden Teckteams in der Bezirksliga geben ihren Saisonkehraus heute jeweils auswärts. Während die SG Lenningen beim TuS Stuttgart durchaus noch eine entscheidende Rolle im Hinblick aufs Endklassement spielen kann, steht der Weilheimer Auftritt in Leinfelden ganz im Zeichen des Abschieds von Trainer Jochen Blum.

SG Lenningen - TuS Stuttgart (rotes Trikot)Robin Renz
SG Lenningen - TuS Stuttgart (rotes Trikot)Robin Renz

Weilheim/Lenningen. Frommer Wunsch zum Abschied: Der TSV Weilheim will die Saison mit einem ausgeglichenen Punktekonto beenden. Ein Sieg bei der HSG Leinfelden/Echterdingen dürfte aber alles andere als ein Selbstläufer werden. Im Hinspiel taten sich die Weilheimer gegen die unangenehm offensive Abwehr der Leinfeldener mächtig schwer. Nicht nur der Weilheimer Angriff, sondern auch die Defensive der Gäste wird gegen die HSG gefordert sein. Die Gastgeber stellen mit 622 erzielten Toren in 21 Spielen immerhin die viertbeste Offensive der Liga. Das ergibt einen Schnitt von fast 30 Toren pro Spiel.

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Gegen ein ähnliches Ergebnis wie im Hinspiel (28:26) hätten die Weilheimer nichts einzuwenden, zumal die Partie die letzte unter Jochen Blum ist. Dem scheidenden Trainer will die Mannschaft mit einem Sieg einen schönen Abschied bereiten. Verzichten muss Blum im letzten Saisonspiel auf Kapitän Timo Klein und Marius Dotschkal. Beide müssen sich zur genauen Diagnose ihrer jeweiligen Knieverletzungen einer Kernspintomografie unterziehen. Patrick Seyferle pausierte mit einer Erkältung im Donnerstags-Training. Er gab für das Wochenende aber bereits grünes Licht für einen Einsatz.

Das letzte Saisonspiel hat auch für die Gastgeber noch Bedeutung, denn der HSG fehlt noch ein Punkt, um in der Tabelle auf jeden Fall drei Mannschaften hinter sich zu lassen und sich damit aller Abstiegssorgen zu entledigen.

Wenn die SG Lenningen heute zum Saisonkehraus nach Degerloch zum TuS Stuttgart fährt, begleitet sie ein ganzer Rucksack voller guter Wünsche. Und die kommen nicht nur von den Täles-Fans. Das HT Uhingen-Holzhausen drückt der SG kräftig die Daumen (siehe Info-Artikel).

Bei der SG erinnert man sich gerne an den sensationellen 27:24-Heimsieg gegen TuS Stuttgart, als die ganze Halle auf einer rosaroten Wolke schwebte. „Warum sollte es dieses Mal nicht so sein“, meint SG-Coach Klaus Wöller. Stuttgart hat nach dem verlorenen „Endspiel“ gegen Vaihingen nur noch Chancen auf den Vizetitel. Wöllers klare Ansage heißt: „Wir wollen unser letztes Saisonspiel gewinnen“, aber fügt er hinzu, „da muss alles zusammenpassen.“

Apropos passen – mächtig aufpassen muss die SG auf das TuS-Quartett Alexander Kranhold, Amir Mekic, Ivan Toldo und Tobias Rode. Für die Gäste liegt die Hürde sehr hoch. TuS hat in der ganzen Saison nur ein Heimspiel verloren. Lenningen spielt mit der siegreichen Denkendorf-Besetzung, wobei Heiko Lamparter nach seiner Krankheitspause zurückkehrt. Spielbeginn ist heute um 20 Uhr in der Ruth-Endress-Halle, Königsträßle 37, Degerloch.pa/döl

TSV Weilheim: Illi, Müske – Auweter, Holl, F. Zettl, T. Sigel, Hiller, Seyferle, S. Sigel, Klett, D. Zettl, Mauch

SG Lenningen: Carrle, H. Lamparter – Austen, Bächle, Dieterich, H. Lamparter, Pisch, Renz, K. Ringelspacher, Schmid, Schur, Wald

SG Lenningen kann Zünglein an der Waage spielen

In der Bezirksliga Esslingen-Teck ist der SV Vaihingen nach dem hauchdünn verpassten Aufstieg im Vorjahr endlich am Ziel. Die Vaihinger haben zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger TuS Stuttgart und den direkten Vergleich für sich entschieden. Um den Relegationsplatz kämpfen die beiden Verfolger TuS Stuttgart und das HT Uhingen-Holzhausen. Die SG Lenningen im vorderen Tabellen-Mittelfeld kann im Kampf um die Aufstiegs-Relegation Zünglein an der Waage spielen: Gewinnt das HT beim Nachbarn HSG Ebersbach/Bünzwangen, braucht der TuS auf jeden Fall einen Sieg im Heimspiel gegen Lenningen. Bei Punktgleichheit würden die Filstäler, die den direkten Vergleich knapp für sich entschieden haben, auf der Zielgeraden noch vorbeiziehen. Am Tabellenende sind die Karten verteilt: Der TV Plochingen II steht als Absteiger fest. Neckartenzlingen muss als Vorletzter darauf hoffen, dass der TSV Dettingen/Erms in der Landesliga-Staffel 2 drin bleibt. Bei einem Abstieg der Ermstäler in die Bezirksliga Esslingen-Teck müssten zwei Bezirksligisten runter.bk