Lokalsport

Hochbetrieb auf dem Egelsberg

Zwei Tage Hochbetrieb auf der Weilheimer Reitanlage auf dem Egelsberg: Neben Dressur- und Springprüfungen hat im Rahmen des 6. Hallenturniers auch erstmals eine Pferdeverkaufsschau stattgefunden.

UTE MAIER

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Ein Höhepunkt war das M-Springen am Sonntag. Parcoursbauer Peter Schnepf hatte in einem flüssig zu reitenden Parcours acht Hindernisse mit neun Sprüngen aufgebaut. Nur fünf der gestarteten 42 Paare erreichten durch einen fehlerfreien Umlauf das Stechen. Besonders anspruchsvoll sind die Oxer: Die Pferde müssen hierbei nicht nur hoch, sondern auch in die Weite springen. An diesen Hochweitsprüngen fielen regelmäßig die Stangen.

Erste Reiterin im Stechen: Die Weilheimerin Madeleine Fischer auf Scarlett. Die beiden legten ein flottes Tempo vor. Allerdings fiel beim Ritt der Schülerin "ausgerechnet" am Jugendsprung eine Stange. Die Uhr blieb bei 35,33 Sekunden stehen. Als nächster Teilnehmer ging Nicolai Aldinger mit Silvano CH vom RFV Wernau an den Start. Aldinger vermied ein zu hohes Risiko, hatte aber trotzdem einen Abwurf und kassierte dazu noch einen Zeitfehler. Nun war Uwe Heinrichs (RC Hofgut Bodelshofen) mit Le Clou S an der Reihe. Die Feinabstimmung zwischen den beiden stimmte im Stechen nicht. Folge: Drei Abwürfe. Als vierte Reiterin kam erneut Madeleine Fischer, die mit beiden Pferden eine fehlerfreie Runde im Umlauf hatte, zum Start. Sie ritt auch mit Canta Libre auf Sieg. Doch auch beim zweiten Mal war der Jugend-Oxer eine persönliche Klippe. Vier Fehler in 40,45 Sekunden ihr Resultat.

Damit belegte sie zwar vor dem letzten Starter die Plätze eins und zwei, doch Frieder Dietterle vom RC Aischbach/Gültstein steuerte seinen Dux anschließend in aller Ruhe durch den Parcours und blieb ohne Springfehler. Mit 42,57 Sekunden unterbot er die erlaubte Zeit und verwies damit die Lokalmatadorin Fischer auf Rang zwei und drei.

Sportlicher Höhepunkt in der Dressur war die Prüfung der Klasse M. Es siegte am Samstag wie bereits in den vergangenen Jahren Christine Köhler vom RFV Esslingen. Diesmal setzte sie den Dunkelfuchs Dysso ein und erhielt eine Wertung von 201 Punkten. Platz zwei ging an Michael Bühl und Leonardo vom benachbarten Reitclub Badhof-Bad Boll, gefolgt von Annick Mayer mit Clever M vom RFV Filderstadt. Alexandra Niedrist und Hogholms Fatima vom gastgebenden RFV Weilheim wurde knapp auf den vierten Platz verwiesen.

Bereits am Freitagabend entschied Ines Walliser mit Mona-Lisa vom RFV Weilheim die L-Dressur, geritten auf Kandare, für sich. Auf den nächsten Plätzen folgten ihre Vereinskameraden Georg Ederle auf Quandoxa und Holger Martin auf Livigno. Auch in der Dressurprüfung der Klasse A waren die Weilheimer Farben gut vertreten. Selina Blessing mit Liberty gewann vor Madeleine Fischer mit Scarlett. Wie bei jedem Weilheimer Reitturnier waren auch beim Hallenturnier Sonderpreise für die beste beziehungsweise den besten Weilheimer Reiter ausgelobt. Durch den Doppelerfolg im M-Springen aber auch durch die Platzierung in der A-Dressur sicherte sich Madeleine Fischer den Ehrenpreis für die beste Weilheimer Reiterin des Turniers. Bei den Herren ging der Ehrenpreis an Georg Ederle für seine Erfolge in der L-Dressur und in der Eignungsprüfung für Reitpferde, in welcher er eines der für ihn bis dahin unbekannten Verkaufspferde vorgestellt hatte.

Die Verkaufspferdeschauen, bei denen die Pferde dem Publikum unter dem Sattel vorgestellt wurden, stießen auf großes Interesse. Der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg war mit 25 Pferden, für den Dressur- und Springsport wie auch für Freizeitreiter, angereist. Zahlreiche Reiter probierten die Pferde vor Ort aus, einige Tiere wechselten noch am Wochenende den Besitzer.