Lokalsport

Höhere Weihen für Wolf Henzler

Rennfahrer Wolf Henzler hat höhere Weihen erfahren: Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller berief ihn offiziell zum Werksfahrer. Damit ging ein lange gehegter Traum des Nürtingers in Erfüllung.

EBERHARD STRÄHLE

Anzeige

ZUFFENHAUSEN/NÜRTINGEN Die Nachricht aus dem Porsche-Motorsportzentrum ließ das Mitglied des Motorsportclubs Kirchheim/Teck (MCKT) jubeln. "Dass ich jetzt Porsche-Werksfahrer bin, freut mich unheimlich", sagte er. Damit war ein jahrelang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Henzler: "Bereits in der Zeit meiner Starts im Porsche-Supercup habe ich davon geträumt."

Initiativ geworden war Hartmut Kristen, der Motorsportchef der Porsche AG. Der hatte die rennfahrerische Entwicklung Henzlers mehrere Jahre lang beobachtet und seine Schnelligkeit mit dem Rennauto sowie die Beständigkeit bei Langstreckenrennen schätzen gelernt. Nun ist es uns gelungen, den Kreis unserer Werksfahrer mit Wolf Henzler zu verstärken", sagte Kristen. Henzlers Berufung kam nicht von ungefähr, denn er ist nicht nur Porsche-Spezialist.

Henzler, ausgebildeter Diplom- Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker sowie Ex-Kartfahrer, fuhr bis 1998 in zwei Formel-Serien (BMW Formel Junior, Formel 3) und ein Jahr später im Durango-Team in der Formel 3000 ein Wettbewerb im Rahmenprogramm der Formel 1. Die Liaison mit Durango hielt nur sechs Rennen lang. Folge: Im Jahr 2000 verschrieb sich Henzler total dem Boliden aus Zuffenhausen. Danach bestritt er im Porsche 911 nicht nur den nationalen Carrera-Cup, sondern parallel dazu auch den Supercup, den er 2004 mit neun Laufsiegen souverän für sich entschied. Vor vier Jahren entdeckte er dann seine große Liebe zu den amerikanischen Rennserien Grand American Rolex und American Le Mans (ALMS). Höhepunkt seiner Karriere: 2006 wurde der Nürtinger Gewinner des Porsche-Cups und somit zum weltweit besten Porsche-Privatfahrer. Dafür gab es neben einem stattlichen Sümmchen einen großen Pokal aus den Händen des Porsche-Vorstands.

In den USA fährt Henzler nach Engagements bei verschiedensten Rennställen 2007 in dieser Saison erneut im Flying Lizard-Team auf dem bewährten Porsche 911 RSR. Sein nächster Einsatz erfolgt am 15. März beim 12-Stunden-Rennen in Sebring dann schon als Porsche-Werksfahrer mit ganz neuen Möglichkeiten.