Lokalsport

Hörsting demontiert Eislingen

Fußball: Weilheims Torjäger schießt TSV mit vier Toren in die zweite WFV-Pokalrunde

Fußball-Landesligist TSV Weilheim befindet sich in beachtlicher Frühform. In der ersten Runde des WFV-Pokals kamen die Limburgstädter zu einem überzeugenden 4:1 (3:1)-Erfolg über Ligarivale FC Eislingen. ­Alle vier Weilheimer Tore erzielte Kai Hörsting, dem innerhalb nur sieben Minuten auch ein lupenreiner Hattrick gelang.

Fu§ball-WFV-Pokal 1. Runde: TSV Weilheim - FC EislingenKai Hšrsting 4-facher TorschŸtze
Fu§ball-WFV-Pokal 1. Runde: TSV Weilheim - FC EislingenKai Hšrsting 4-facher TorschŸtze

Weilheim. Alexander Hübbe, Trainer des TSVW, war nach dem Schluss­pfiff begeistert von seiner Mannschaft: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit einen guten Fußball gespielt und die Tore sehr schön herausgespielt.“ Nach knapp einer halben Stunde hatte es allerdings noch nicht nach einem derart klaren Endergebnis ausgesehen. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit wenig gefährlichen Strafraumszenen. „Wir waren vor dem Tor einfach zu harmlos“, befand Eislingens Trainer And­reas Schneller.

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Die erste nennenswerte Einschussmöglichkeit für die Gastgeber hatte Marcel Mettang per Kopfball. Der 24-Jährige scheiterte aber an Eislingens Torwart Tim Friedrich (23.). In der Folgezeit spielten die Limburgstädter zielstrebig auf das Eislinger Tor, und nach gelungener Kombination zwischen Carmelo Scaffidi und Kai Hörsting erzielte der TSVW-Stürmer mit einem Abstauber das 1:0, nachdem Scaffidi zuvor am FCE-Keeper gescheitert war. Nur fünf Minuten später war es erneut Hörsting, der per Hacke das Leder nach Vorarbeit von Marcel Mettang über die Linie drückte (33.). Der Torjubel war noch nicht verhallt und Thomas Edelmann reagierte am schnellsten. Mit einem Freistoß aus der eigenen Hälfte setzte sich Kai Hörsting erneut durch und erzielte innerhalb von nur sieben Minuten sein drittes Tor. „Wir haben es Weilheim zu leicht gemacht, Tore zu erzielen“, ärgerte sich FC-Coach Schneller. Vor allem das dritte Gegentor brachte Schneller auf die Palme: „Meine Abwehrspieler hatten sich in dieser Szene unterhalten und nicht aufgepasst. Das darf einfach nicht passieren.“ Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es dann doch für die Gäste, als Umut Sat kurz vor der Pause auf 1:3 verkürzte.

Die psychologische Wirkung dieses Anschlusstreffers war allerdings bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff verpufft, als Weilheim auf 4:1 erhöhte – wer anders als Kai Hörs­ting konnte der Torschütze sein. Mit seinem vierten Treffer krönte der 26-Jährige seine Leistung. Sechs Minuten später wurde Hörsting unter großem Beifall der Weilheimer Zuschauer ausgewechselt. „Ich bin noch leicht angeschlagen, aber auf dem Wege der Besserung“, sagte der Held des Tages bescheiden – kaum auszudenken, was ein hundertprozentig fitter Hörsting leisten kann.

In der Folgezeit schalteten die Limburgstädter einen Gang zurück, woraus die Eislinger jedoch keinen Nutzen schlagen konnten. Außer einem Freistoß von Marco Frank an den Außenpfosten hatten die Gäste keine Torchance mehr zu verzeichnen. Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Trainer Schneller sichtlich enttäuscht: „Ich hoffe, dass einige meiner Spieler gemerkt haben, dass man mit solch einer Einstellung in der Landesliga keine Chance hat“.

Der TSV Weilheim spielt nun am kommenden Mittwoch in der zweiten Pokalrunde beim FV Illertissen II. Die Gastgeber besiegten den TV Nellingen mit 5:0.