Lokalsport

Hörsting erneut als Joker

Der SV Bonlanden II wird für Weilheimer zum ersten echten Prüfstein

Der offensivschwache TSV Neu-Ulm ist aus dem Weg geräumt, doch nun wird es wesentlich unangenehmer für den Bezirksligisten TSV Weilheim. Gegner in der zweiten Runde der Relegation ist der SV Bonlanden II.

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REIMUND ELBE

Weilheim. Die zweite Mannschaft des Oberliga-Absteigers SV Bonlanden trifft auf dem Sportgelände Weilherhau in Filderstadt-Plattenhardt auf das Team von Alexander Hübbe – rein geografisch ist es für den SVB somit fast ein Heimspiel. Gewinnen macht Spaß. Siege in der Relegation erst recht. Entsprechend freudig präsentierten sich die Weilheimer nach dem Abpfiff am vergangenen Mittwoch in Eislingen. Doch der 120-minütige Relegationsmarathon gegen den TSV Neu-Ulm war kräftezehrend und hat Spuren hinterlassen. So setzte TSVW-Trainer Alexander Hübbe am Freitag nur eine lockere Übungseinheit vor dem nächsten Match an. Gestern war im Lindachstadion mehr Beineausschütteln als Konditionsbolzen angesagt.

Die Aufgabe gegen den SV Bonlanden II dürfte eine der schwereren Sorte sein. Respektabel, wie die schon auf Urlaub eingestellten Bonlandener kurzfristig für die Mannschaft von Beograd Stuttgart (sind auf einer länger geplanten Ausflugsfahrt) als Relegationsteilnehmer einsprangen und dann in der ersten Runde Germania Bargau mit 2:1 bezwangen. Der Sieger der morgigen Partie bekommt es jedenfalls beim Showdown mit Calcio Leinfelden-Echterdingen zu tun.

Der Fünftletzte der Landesliga, Staffel 2, hatte am vergangenen Mittwoch einen Späher ins Eislinger Stadion geschickt. Der war beeindruckt, wie die Weilheimer in der Verlängerung zulegen konnten und das Match noch so klar für sich entschieden. Stirnrunzeln bereitete dem guten Mann der Auftritt des schnellen Kai Hörsting. Der wird morgen wohl wieder nur als Joker auf der Bank sitzen, denn seine Adduktorenentzündung, die ihn schon seit mehr als sechs Wochen plagt, ist immer noch nicht völlig verschwunden.

Gute Karten für einen Einsatz von Beginn an hat dagegen Darko Kadoic,­ dem in Eislingen das 3:0 gelang. Nach seiner Einwechslung wurde das Spiel in der Offensive noch variabler. Christian Cronauer humpelte dagegen am Mittwoch (an der rechten Wade bandagiert) aus dem Stadion. Der Weilheimer war Mitte der ersten Halbzeit mit einer Prellung ausgeschieden. „Ich habe trotzdem Hoffnung, gegen Bonladen zu spielen“, äußert sich Cronauer trotz der Schmerzen zuversichtlich.

Überhaupt ist in Weilheim eine absolut positive Grundstimmung vorhanden. Nicht verwunderlich, immerhin können erste und zweite Mannschaft noch aufsteigen. Ob das Hochgefühl anhält, wird sich an diesem Wochenende zeigen. „Wir genießen die Situation auf jeden Fall“, sagt der sportliche Leiter des TSV Weilheim, Günther Friess. Unter Druck setzen lässt man sich beim TSVW nicht so schnell.