Lokalsport

Hoffen auf das Gesetz der Serie

Zum Abschluss der Vorrunde in der Tischtennis-Bundesliga begrüßt der TTC Frickenhausen mit Borussia Düsseldorf am Sonntag nochmals einen Hochkaräter in der Sporthalle auf dem Berg.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Das Spiel gegen den Rekordmeister weckt viele Erinnerungen an die vergangene Saison. Gelingt es der Mannschaft von Trainer Qiu, die Sensation aus dem Halbfinale zu wiederholen?

Nach dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Grenzau, das knapp mit 4:6 verloren ging, war in den TTC-Reihen erst einmal Ernüchterung angesagt. "Grenzau war das besser eingespielte Team", sagte Trainer Qiu und sprach damit den entscheidenden Punkt an. "Die Spieler hatten zwei Pro-Tours letzte Woche und waren viel unterwegs", pflichtet ihm Manager Reuhl bei.

Die Mannschaft müsse durch den ETTU-Fight im türkischen Adana und Trainingseinheiten wieder zusammenfinden, um sich gegen Düsseldorf geschlossen präsentieren zu können. "Der Kampfgeist aus dem Spiel gegen Ochsenhausen muss wieder geweckt werden", fügt der Manager an.

Viel Zeit bleibt den Profis nicht, um sich auf den nächsten Gegner in der Bundesliga einzustellen. Ausgerechnet der Rekordmeister aus Düsseldorf steht zum Vorrundenabschluss auf dem Programm. "Das ist nicht unser Lieblingsgegner", sagt Qiu, ruft jedoch in Erinnerung, dass es für die Borussen im Halbfinal-Hinspiel in der letzten Saison eine 6:1-Schlappe setzte. Doch der Trainer weiß, dass Düsseldorf in guter Verfassung ist. Eine Niederlage (gegen Grenzau) und ein Unentschieden (gegen Ochsenhausen) musste das Team von Trainer Preuss hinnehmen und gilt somit als einer der stärksten Konkurrenten um einen Play-off-Platz.

Wie gut die Einzelakteure drauf sind, bewiesen sie in ihrem letzten Heimspiel gegen Gönnern. Vor der Rekordkulisse von 4 100 Zuschauern verwandelten die Borussen einen 3:3-Pausenstand in einen 6:3-Sieg, bei dem sich vor allem Michael Maze hervortat. Er besiegte den bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Timo Boll in fünf Sätzen.

"Düsseldorf ist vorne und hinten sehr gut besetzt", gibt Präsident Wohlhaupter-Hermann zu bedenken und setzt auf das Gesetz der Serie: "Bislang war es immer so, dass auf ein schwächeres Spiel von uns ein starkes folgte." Auch Trainer Qiu sieht kein Team in der Favoritenrolle: "Wenn alle fit sind, wird es ein völlig offenes Spiel."