Lokalsport

Hoffen auf "Das Wunder vom Oberen Wasen"

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Das Prinzip Hoffnung hat Nahrung bekommen: Der SV Nabern holte in den letzten beiden Begegnungen gegen die Spitzenteams VfB Neuffen (4:4) und TB Neckarhausen (1:0) vier Punkte. Trainer Karl-Heinz Toparkus: "Wir geben noch nicht auf und wollen uns so lange wie möglich die Chance auf den Klassenerhalt oder zumindest die Relegation offenhalten." Die Ausgangslage ist klar: Am Ende der Runde gibt es definitiv vier Direktabsteiger. Der Dreizehnte, auf den die Naberner sieben Punkte Rückstand haben, muss in die Relegation. Am Sonntag kommt der TSV Grafenberg an den Oberen Wasen. Das Team aus der Reutlinger Kreisgemeinde hat sich durch Erfolge in den vergangenen Wochen den Klassenerhalt vorzeitig gesichert durchaus möglich, dass die Grafenberger nicht hoch motiviert nach Nabern kommen. Ob Karl-Heinz Toparkus auch noch in der nächsten Runde den SVN trainiert, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. "Ich muss wissen, wie es weitergeht, wer bleibt und wer dazukommt", so Toparkus.

Besser geht's nicht: Der TV Neidlingen holte aus den letzten drei Spielen neun Punkte. Trotzdem ist Spielertrainer Volker Krissler noch nicht satt: "Wir benötigen noch drei Punkte zum endgültigen Klassenerhalt." Am Sonntag muss der TVN nach Oberboihingen. Da läuft derzeit so ziemlich alles schief. Seit Trainer Kurt Plattenhardt das Handtuch warf, haben die "Boihinger" mit ihrem neuen Spielertrainer Patrick Müller in vier Spielen nur einen Punkt geholt. Der 30-jährige Müller ist Neueinsteiger im Trainergeschäft.

Nach dem 1:0-Sieg letzten Sonntag gegen den TSV Weilheim hat der AC Catania wieder eine reelle Chance auf den Klassenerhalt. Beim Schlusslicht Holzmaden müssen die Italiener nachlegen. Abteilungsleiter Giuseppe Forzano warnt: "Auch dieses Spiel müssen wir erst gewinnen. Wir werden Holzmaden nicht unterschätzen." Meister SGEH muss übermorgen zum Derby zum TSV Oberlenningen. Trotz einer ordentlichen Erfolgsserie sind die Gastgeber noch längst nicht über den Berg. Der Bezirksligaaufsteiger wird allein schon deshalb konzentriert spielen, um jegliche Spekulationen über "Gastgeschenke" zu vermeiden.

Katzenjammer an der Lindach: Der TSV Weilheim hat in den vergangenen Wochen die Chance auf die Relegation zur Bezirksliga leichtfertig vertan. Seit sechs Spielen sind die Limburgstädter nun schon ohne Sieg. Mit dem TSV Wolfschlugen kommt am Sonntag ein recht unbequemer Gegner ins Lindachstadion. Die "Hexenbanner" sind nach wie vor stark abstiegsgefährdet. Nach dem TSV Holzmaden hat der Bezirksligaabsteiger die schwächste Abwehr eine gute Gelegenheit für TSVW-Stürmer Kai Hörsting und Kameraden, endlich mal wieder die treuen Fans mit ein paar Toren zu verwöhnen.

Auch noch nicht endgültig in Sicherheit sind die SF Dettingen. Das Team präsentierte sich zuletzt ziemlich launisch. Mit dem VfB Neuffen und ihrem Spielertrainer Stefan Haußmann kommt eine spielstarke Mannschaft mit Ambitionen auf die Relegation Richtung Bezirksliga unter die Teck. In der Nürtinger Ecke kommt es zum Derby zwischen dem TSV Neckartenzlingen und dem TB Neckarhausen. Ein paar Kilometer weiter treffen mit dem TSV Altdorf und dem FC Unterensingen zwei noch ebenfalls abstiegsbedrohte Mannschaften aufeinander.