Lokalsport

Hoffen auf Februar

Dettinger Volleyballerinnen verlieren 0:3 in Reutlingen

Weiter warten auf Sieg drei: Die Landesligavolleyballerinnen des TTV Dettingen bleiben nach der 0:3-Niederlage beim Tabellendritten TSG Reutlingen mit vier Punkten aus neun Spielen weiterhin Achte.

Reutlingen. Der erste Satz gegen die Gastgeberinnen verlief noch überraschend gut für die Damen um Trainer Wolfgang Babinger. Mit konsequenten und druckvollen Aufschlägen gelang es, die gegnerische Annahme ins Wanken zu bringen und damit das Zuspiel auf die Außenposition zu zwingen, wo der Dettinger Block wartete. Durch eine gut funktionierende Annahme konnte Zuspielerin Sabine Babinger zwischen ihren Angreiferinnen beliebig auswählen und sie in Szene setzen – nach knapp zehn Minuten führten die Dettingerinnen mit 17:12. Doch dann geschah, was dem TTV schon oft in dieser Saison passierte: Die Gastgeberinnen setzten die Dettinger Annahme mit Sprungflatteraufschlägen unter Druck und drei aufeinander folgende Entscheidungen des Biberacher Schiedsgerichts führten zum 18:18. Zunehmend nervös, versuchten die Dettingerinnen die Annahme wieder zu kontrollieren und im Angriff zu punkten. Doch der TSG war der Satzgewinn (25:21) nicht mehr zu nehmen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gerieten die Dettinger Damen um Mannschaftsführerin Manuela Stief schnell mit 7:14 in Rückstand. Trainer Babinger reagierte und brachte mit Sabine Beck eine Blockverstärkung auf der Diagonalposition. Der Plan ging auf, die Dettingerinnen zwangen die TSG dazu, über den Rückraum anzugreifen und kamen noch mal auf 12:15 heran. Lange Ballwechsel prägten die zweite Hälfte des zweiten Satzes. Bei der Auszeit von 15:19, in der Babinger mit Tina Merz noch eine Abwehrverstärkung brachte, wurden die Reutlingerinnen wieder nervös. Doch wie schon im ersten Satz entschied der Schiedsrichter die Partie mit. Die mitgereisten Dettinger Fans sowie Trainer und Ersatzspieler waren nach zwei vermeintlichen Fehlentscheidungen außer sich, die Halle voller Pfiffe. Mit 17:25 ging auch der zweite Durchgang verloren.

Im dritten Satz gelang es den Gästen einen eklatanten Rückstand von sieben Punkten nahezu zu egalisieren und die Reutlingerinnen unter Druck zu setzen. Wie im zweiten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mit drei guten Blockpunkten von Sabine Beck, Sandra Tratt und Sabine Babinger zwangen der TTV die Reutlinger wieder über den Rückraum anzugreifen. Mit drei Auswechslungen am Satzende versuchte Trainer Babinger, das Spiel noch einmal zu drehen. Die Dettinger kamen bis auf 22:24 ran. Doch die TSG behielt die Nerven und gewann den letzten Punkt und damit das Match.

Die TTV-Damen haben nun in zwei Wochen das Auswärtsspiel in Sindelfingen auf dem Programm. Zumindest ist die Mannschaft bis dahin wieder annähernd komplett. Die verletzte Mittelangreiferin Kerstin Schröder und die Außenangreiferin Anja Beißer, die im vergangenen Jahr Mutter wurde, werden das Team wieder unterstützen – gute Aussichten für den Februar. kes

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