Lokalsport

Hoffen auf Heimspielflair

TTC Frickenhausen setzt im Pokalfinale in Stuttgart auf Fan-Unterstützung

Das Viertelfinale vor Augen, das Endspiel im Sinn: Die Tischtennis-Asse des TTC Frickenhausen kämpfen an diesem Wochenende in der Stuttgarter Porsche-Arena um Pokal-Meriten.

Konzentration beim Aufschlag: Yang Wang und seine TTC-Kollegen erwarten am Samstag im Viertelfinale des DTTB-Pokals die TTF Ochs
Konzentration beim Aufschlag: Yang Wang und seine TTC-Kollegen erwarten am Samstag im Viertelfinale des DTTB-Pokals die TTF Ochsenhausen. Foto: Genio Silviani

Frickenhausen/Stuttgart. Zum dritten Mal wird am letzten Wochenende des Jahres in der Stuttgarter Porsche-Arena das Pokalfinale der besten acht Tischtennisteams Deutschlands ausgetragen, und zum dritten Mal ist der TTC Frickenhausen dabei. Bei der Premiere hatte sich die „Zweite“ qualifiziert (1:3 gegen Plüderhausen), im vergangenen Jahr die „Erste“ (1:3-Niederlage gegen Werder Bremen), jetzt liebäugelt man im Neuffener Tal mit dem Einzug ins Halbfinale und im besten Fall mit dem Endspiel.

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Doch mit den TTF Ochsenhausen haben die Frickenhausener eine hohe Hürde vor sich, wenn sie am kommenden Samstag ihr Viertelfinalspiel bestreiten. Der Sieger dieser Begegnung spielt im Halbfinale gegen den Gewinner der Partie zwischen dem TTC Fulda-Maberzell und dem TTC Schwalbe Bergneustadt.

Als die Auslosung das württembergische Derby zwischen dem TTC Frickenhausen und den Tischtennisfreunden aus Ochsenhausen ergab, waren beide Vereine nicht gerade glücklich, vor allem die Oberschwaben nicht (siehe nebenstehender Artikel). Der TTC setzt auf eine lautstarke Unterstützung und auf die Nähe Frickenhausens zur Landeshauptstadt. „Wir hoffen, dass unser Spiel in der Porsche-Arena ein Heimspiel für uns wird“, gibt Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann die Marschroute aus, „schließlich sind es nach Stuttgart nur 30 Kilometer.“

Mindestens 200 TTC-Fans in eigens kreierten grünen T-Shirts – die gibt es gratis dazu, wenn die Tickets über den Butterfly-Store Fricken­hausen erworben werden – sollen die Ränge der Porsche-Arena in eine „grüne Wand“ verwandeln und ihrem Team lautstark den Rücken stärken. Manager Jürgen Veiths Appell lautet deshalb: „Zum Erreichen des Halbfinales brauchen wir natürlich nicht zuletzt etwas Glück, aber auch die Unterstützung unserer Fans.“

Zwar betonen beide Lager, dass die Begegnung ein „50:50-Match“ sei. Doch der 3:2-Auswärtserfolg des TTC Ende Oktober in Ochsenhausen brachte dem damaligen Tabellenführer die erste Niederlage ein und sorgte in der Szene für Aufsehen. Ein Koki Niwa in bestechender Form und ein im entscheidenden Augenblick selbstbewusst auftrumpfender Steffen Mengel bescherten dem TTC Frickenhausen damals den Sieg.

Am Samstag kann Trainer Jian Xin Qiu neben Koki Niwa auch Abwehr-Ass Yang Wang und den amtierenden deutschen Meister Steffen Mengel (25) aufbieten. „Das wird ein schweres Spiel“, gibt sich der Fricken­hausener Übungsleiter zurückhaltend, aber auch in Ochsenhausen sieht man es ähnlich. Ihre Nummer eins ist der Olympiasieger von 2004, Seung Min Ryu aus Südkorea, der aktuell eine Bilanz von 8:6 Siegen aufweist. An Position zwei folgt der russische Nationalspieler Kirill Skachkov (3:3), die Nummer drei ist der junge Engländer Liam Pitchford (7:8). Frankreichs Nachwuchshoffnung, der 19-jährige Simon Gauzy, hat 4:6 Siege auf dem Konto.

Nach der völlig unerwarteten 2:3-Niederlage am vergangenen Sonntag bei Aufsteiger Hagen sind die Oberschwaben mittlerweile in der Bundesliga seit sechs Spielen ohne Sieg, sodass davon auszugehen ist, dass sie sich am Samstag umso mehr ins Zeug legen werden. Der Ausrutscher in Hagen kam umso überraschender, als die TTF zwei Tage zuvor ihr Champions-League-Match gegen Vaillante Sports Angers (Frankreich) mit 3:0 gewonnen hatten.

„Das Pokalfinale wird ein Fest für alle Tischtennisfans mit vielen nationalen und internationalen Topspielern, das gleich mit einem spannenden Derby von unseren beiden württembergischen Vereinen beginnt“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der veranstaltenden „in.Stuttgart“, der sich wieder auf die Pokalatmos­phäre in der Porsche-Arena freut.

Die Jagd auf den Titelverteidiger Borussia Düsseldorf ist also eröffnet. Die Rheinländer hatten sich im Vorjahr mit einem klaren 3:0-Sieg den Pott gegen Fulda-Maberzell gesichert. Es war für die Borussen der 21. Pokalsieg und der insgesamt 60. Vereinstitel in der erfolgreichen Vereinsgeschichte der Düsseldorfer Tischtennis-Hochburg.mps

Tickets und Zeitplan des TTBL-Pokalfinals

Eintrittskarten für das Pokal-Finale am Samstag, 28. und Sonntag, 29. Dezember, in der Stuttgarter Porsche-Arena – und das kostenlose T-Shirt – gibt es beim Butterfly-Store in Frickenhausen und am Obertor in Nürtingen. Außerdem sind sie über den Easy Ticket Service (Telefon 07 11/2 55 55 55 oder www.easyticket.de) erhältlich. In der Kategorie 2 kosten sie ab zwölf Euro. Zudem wird ein Jugendticket ab acht Euro angeboten. Zeitplan Samstag Viertelfinale ab 14.30 Uhr: TTC Hagen – TTC Grenzau (Tisch 1); TTC Frickenhausen – TTF Ochsenhausen (Tisch 2); anschließend: Borussia Düsseldorf – SV Mühlhausen (Tisch 2), TTC Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt (Tisch 1) Zeitplan Sonntag Halbfinale ab 13 Uhr: Sieger Viertelfinale 1 – Viertelfinale 3; Sieger Viertelfinale 2 – Sieger Viertelfinale 4; Finale: Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2