Lokalsport

"Ich will einen Rennfahrer sehen"

EDGAR VELOCI

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KIRCHHEIM Ohne Top-Ergebnisse, mit denen man den eigenen Ansprüchen gerecht wird, wächst der Druck. Dieser Logik versucht Lado Fumic zu entrinnen. "Ich fühle mich nie unter Druck", wehrt er solche Fragen lapidar ab. Dennoch, ein 20. Platz beim Weltcup in Houffalize und ein zehnter Bundesliga-Rang in Albstadt, sind weit unter seinem Platzierungs-Niveau der Jahre 2000 bis 2006. Und angesichts der vielen, nicht überragenden, aber doch guten Resultate seiner deutschen Konkurrenten, hat Lado Fumic nach Aussage von Bundestrainer Frank Brückner die Fahrkarte für die Europameisterschaften in der Türkei Mitte Juli auch noch nicht sicher.

Ein entsprechendes Ergebnis am Samstag (14 Uhr) würde die Zweifel beseitigen. "Ich will dort einen Rennfahrer Fumic sehen und keinen Schatten seiner selbst", sagt Brückner. "Ich werde mit Sicherheit ein gutes Ergebnis einfahren", kündigt der Kirchheimer an und betont, dass seine Verfassung gut genug dafür sei, "Startplatz Nummer 41 wäre auch kein Problem." Der sechsfache deutsche Meister ist optimistisch.

Zufriedener ist der Bundestrainer in diesen Tagen hingegen mit Manuel Fumic. Der ist in der laufenden Saison bisher zwar auch noch nicht in die absolute Weltspitze vorgedrungen, doch partiell bot er schon ansprechende Leistungen. Der achte Platz im Weltklassefeld von Heubach etwa war ein Schritt in die richtige Richtung. In Champéry soll jetzt ein guter Platz gelingen. "Ich hoffe, dass sich der Knoten endlich löst." Das Desaster in Offenburg habe er verdaut. "Im Kopf stimmt es jetzt wieder", sagt der 25-Jährige Kirchheimer.

In Champéry, an der Porte du Soleil, südlich des Genfer Sees, wird erwartet, dass die Schweizer den Weltmeister Julien Absalon (Frankreich) erneut herausfordern. Auf heimischem Grund und Boden sind die Eidgenossen besonders motiviert. Der Kurs ist technisch anspruchsvoll und mit einem längeren, steilen Anstieg bestückt.