Lokalsport

Im Blindflug zum Vize-Titel

Beim internationalen Cross-Country-Endlauf auf dem Teutschenthaler Motocross-Kurs konnte der Kirchheimer Günter Welk mit einem zweiten Platz den Vize-Europameistertitel der Semi-Profis erringen.

LARS KOCH

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Der 42-Jährige hatte sich für den Saisonabschluss im International Cross-Country einiges vorgenommen, nachdem er vor zwei Wochen beim letzten Lauf zur German Cross Country-Serie wegen technischer Probleme den Sprung aufs Podium verpasst hatte. Auf dem WM-Kurs in Teutschenthal fanden die Starter aus Deutschland und Österreich jedoch alles andere als gute Bedingungen vor: Die Strecke im "Talkessel" erwies sich als äußerst staubig. "Die Sicht war an manchen Stellen so schlecht, dass man gewissermaßen im Blindflug unterwegs war", meinte Welk, der bei den Semi-Profis startete.

Neben den schlechten Bedingungen hatte der Yamaha-Pilot auch mit Startproblemen zu kämpfen, die ihn mit fast einer Minute Rückstand als Letzten ins Rennen gehen ließen. "Es ging hier zwar nur noch um die Ehre, aber dem Feld hinterherfahren wollte ich dann auch nicht", beschrieb Welk seine Aufholjagd. Die brachte ihm am Ende Platz zwei hinter dem Bieberbacher Markus Röhrig und vor Enduro-Europameisterin Stephanie Laier ein.

Der frisch gebackenene Vize-Europameister wagte nach dem Rennen schon Zukunftsprognosen: "Wie es im kommenden Jahr weitergeht, weiß ich momentan noch nicht." Ob Welk noch einmal in der Cross Country-Serie antreten wird, ist bisher noch unklar. "Wenn du kaum Zeit zum Trainieren hast, sind solche Zwei-Stunden-Rennen ein hartes Brot", so der Renn-Oldie.