Lokalsport

Im Hexenkessel soll nichts anbrennen

Mit zwei Heimspielen innerhalb von drei Tagen greift der TTC Frickenhausen nach vierwöchiger Spielpause wieder ins Bundesliga-Geschehen ein. Am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) empfängt das bislang ungeschlagene Team von Trainer Qiu den Bundesliga-Neuling SV Werder Bremen in der Sporthalle auf dem Berg.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Zeit zum Ausruhen bleibt dem "Täles-Team" danach jedoch nicht: Nur zwei Tage später kommt es um 19 Uhr zur Neuauflage des Schwaben-Derbys gegen die Tischtennisfreunde aus Ochsenhausen.

Nach dem grandiosen 6:1-Auswärtssieg in Würzburg war es mit der vornehmen Zurückhaltung beim TTC vorbei. Ein selbstbewusster Torben Wosik drückte das aus, was alle dachten: "Es ist im Moment sehr schwer, uns zu schlagen." Ein Statement, das man nach fünf Spielen ohne Punktverlust getrost so stehen lassen konnte. Mittlerweile sind vier Wochen ins Land gezogen und aufgrund der spielfreien Zeit in der Bundesliga haben Wosik und seine Mannschaftskameraden die Tabellenführung an Borussia Düsseldorf abgeben müssen.

Am kommenden Sonntag kann sich der TTC durch einen Sieg gegen Aufsteiger SV Werder Bremen die Pole Position zurückerobern. Rein rechnerisch müsste das gelingen: Bremen hat erst zwei Zähler, die im Spiel gegen Mitabstiegsaspirant Fulda erobert wurden, auf dem Punktekonto. Doch seit diesem Sieg wittert der Bundesliga-Neuling aus dem hohen Norden Morgenluft. Vor allem Bremens Nummer zwei, Constantin Cioti, der in der letzten Saison noch für Ochsenhausen spielte, präsentierte sich in hervorragender Verfassung. Jan-Ove Waldner und Feng Zhe konnten gegen den rumänischen Nationalspieler nichts ausrichten. Auch Magnus Molin darf nicht unterschätzt werden. "Er hat vor zwei Jahren bei Düsseldorf im vorderen Paarkreuz gespielt und wird jetzt hinten eingesetzt", weiß TTC-Trainer Qiu. Wie gefährlich der Schwede ist, zeigt seine Einzelbilanz: 5:3 Punkte stehen da zu Buche, Spieler wie Sakamoto (Düsseldorf), Fejer-Konnerth (Grenzau) und Baum (Gönnern) mussten sich seiner Spielstärke geschlagen geben.

Bei allem Respekt vor dem Underdog bleibt Qiu in seiner Einschätzung zum Spielausgang zuversichtlich. "Die Begeisterung der letzten Spiele steckt in der Mannschaft. Außerdem sind alle Spieler topfit und wollen unbedingt gewinnen." Den Worten seines Trainers kann sich Manager Reuhl nur anschließen: "Wir müssen gegen Bremen, wie gegen jedes andere Team auch, mit hundertprozentiger Konzentration ins Spiel gehen und die volle Leistung abrufen."

Vor allem müsse das nächste Match, das nur zwei Tage später gegen Ochsenhausen stattfindet, zunächst aus den Köpfen der Spieler verschwinden. "Wir müssen einen Schritt nach dem anderen gehen", sagt Reuhl, "außerdem haben wir im Moment das nötige Selbstvertrauen, um gegen jeden Gegner zu gewinnen."

Und dann gibt es ja noch das Publikum, das der 37-Jährige fest in seine Erfolgskalkulation einbezieht. "Wenn es uns gelingt, die Halle in einen brodelnden Hexenkessel zu verwandeln, dann kann eigentlich weder gegen Bremen noch gegen Ochsenhausen etwas anbrennen."

Die kommenden Partien des TTC

TTC Frickenhausen SV Werder Bremen:

Sonntag, 6. November um 16.30 Uhr, Sporthalle auf dem Berg in Frickenhausen.TTC Frickenhausen TTF Liebherr Ochsenhausen:

Dienstag, 8. November um 19.30 Uhr, Sporthalle auf dem Berg in Frickenhausen.