Lokalsport

Immer wieder freitags: Spitze lockt

Das Saisonfinale rückt langsam aber sicher näher. Für den aufstiegsambitionierten VfL Kirchheim heißt dies, noch einmal die Schlagzahl zu erhöhen. Morgen Abend (19 Uhr) gastieren mit den TSF Ditzingen Altbekannte an der Jesinger Allee.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Wenn der VfL in dieser Runde verliert, dann 0:1. Allzu häufig war das allerdings noch nicht der Fall. Die erste der drei Saisonpleiten gab es am 22. September des vergangenen Jahres in Ditzingen eine Niederlage der ganz bitteren Art. Die Kirchheimer hatten die Partie weitestgehend dominiert, jedoch in der Schlussminute den spielentscheidenden Gegentreffer kassiert. Die VfL-Kicker steckten bekanntlich den Niederschlag weg, das Team reifte sogar durch dieses Negativerlebnis.

Logisch, dass die VfL-Fußballer den unseligen Abend von Ditzingen nun endgültig vergessen machen möchten per Heimerfolg über den Tabellensiebten. Die Stärken des Gegners liegen zweifellos in der Offensive. Mehr Tore als die Ditzinger (41) haben nur noch die Kicker des Spitzenreiters TSV Schwieberdingen erzielt. Mit Andreas Kocijan (zwölf Treffer) haben die TSF zudem einen der torgefährlichsten Angreifer der Liga. Es sieht also ganz nach einem heißen Tanz an der Jesinger Allee aus was Kirchheims sportlichen Leiter Norbert Krumm allerdings nicht überraschen würde. "Spiele zwischen dem VfL und den TSF sind immer umkämpft", so der Clubfunktionär, "wir müssen mehr als konzentriert zu Werke gehen."

VfL-Trainer Michael Rentschler konnte auf dem Trainingsplatz in dieser Woche so viele Spieler begrüßen, wie schon lange nicht mehr. Abwehrakteur Andreas Mayer meldete sich nach seiner Leistenoperation ebenso wieder zurück, wie auch die zuletzt angeschlagenen Bedri Akdag und Marco Izzi. Zum Kader hinzustoßen dürfte morgen auch wieder A-Junior Dominik Kaiser. Sorgenfalten bereiten dem Trainer noch die Beschwerden seines Keepers. Torwart Patrick Gühring war vor dem Spiel in Donzdorf in seiner Wohnung ausgerutscht und hatte sich eine Stauchung des rechten kleinen Zehs zugezogen. In Donzdorf musste er, nachdem ihm ein FCD-Kicker unabsichtlich auf den rechten Fuß gesprungen war, wegen zu großer Schmerzen ausgewechselt werden. Sollte Gühring ausfallen, steht auf jeden Fall Rückkehrer Daniel Reber bereit. Der Keeper der Kirchheimer beim WFV-Pokalsieger 2004, trainiert so häufig wie vom Beruf her möglich, mit. Auch Torwart Norman Volber steht für den Fall der Fälle bereit. "Ich bin zuversichtlich für das Spiel", betont Norbert Krumm, "unsere Mannschaft hat beim 4:2 in Donzdorf gezeigt, dass sie auch mit schwierigen Situationen umgehen kann. Was da an Beleidigungen auf uns und den Schiedsrichter hereingeprasselt ist, war nicht schön."

Verlockende Perspektive: Der VfL kann sich mit einem Sieg (zumindest vorübergehend) die Tabellenspitze zurückerobern, da Tabellenführer TSV Schwieberdingen erst am Sonntag gegen Olympia Laupheim ran muss. Vor zwei Wochen glückte dem VfL freitagabends auch schon der zwischenzeitliche Sprung auf Platz eins mit einem 3:1 über den FSV 08 Bissingen. Auch wenn sich die Schwieberdinger zwei Tage später die Tabellenführung zurückholten.

Ein ganz besonderes Augenmerk gilt morgen Abend im Übrigen auch den Geschehnissen in Illertissen: Beim Ortsderby kämpft der Tabellendritte und VfL-Verfolger SpVgg Au beim FV Illertissen ab 18.30 Uhr um eine der letzten Chancen im Aufstiegsrennen.

Mögliche VfL-Aufstellung:

Gühring (Reber) Kutscher, Grimm, Er, Eisenhardt (Mayer) A. Meha, Raspe, Polat, Isci F. Meha, Tunjic.