Lokalsport

Immer wieder freitags: VfL in Torlaune

Zwei Flutlichtlichtspiele 14 Kirchheimer Tore. Wenige Wochen nach dem Schützenfest gegen den SV Fellbach zelebrierten die Kirchheimer gestern Abend im Derby gegen den FC Eislingen erneut ein bemerkenswertes Festival des Offensivfußballs.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Im Gegensatz zum 8:1-Knaller drei Wochen zuvor hatten es die Kirchheimer gestern Abend allerdings mit einem Gegner zu tun, der in jeder Phase der Partie selbst sein Heil in der Offensive suchte. Auch bei einem aussichtslos erscheinenden Rückstand beförderten die Gäste das Leder offenbar unbeeindruckt in den Angriff. Der Qualität des Matches tat die Einstellung beider Teams jedenfalls gut. So entwickelte sich, zumindest was das Tempo betrifft, eine Partie auf ansehnlichem Verbandsliganiveau. Die über 350 Zuschauer honorierten das flotte Agieren des Öfteren sogar mit Szenenapplaus.

Nach zwei weniger erfeulichen Auswärtspartien mit einer mageren Punkteausbeute von einem Zähler, stand der VfL bereits gewaltig unter Zugzwang. Eine Niederlage? Die hätte zu einem vermutlich längeren Aufenthalt im Ligakeller geführt.

Die VfL-Fußballer die verletzten Ferdi Er, Torsten Raspe und der beruflich unabkömmliche Kapitän Mario Grimm fehlten kompensierten die etwas angespannte personelle Situation bemerkenswert gut. Von Beginn an versuchte das Team von Spielertrainer Michael Rentschler die Eislinger Abwehr mit schnell vorgetragenen Angriffen auszuhebeln. Gesuchte Anspielstation war dabei Neuzugang Feriz Meha. Der frühere Bezirksliga-Torjäger spielte immer wieder seine Antrittsschnelligkeit und technische Versiertheit aus und bereitete den FCE-Defensivakteuren nicht nur einmal Kopfzerbrechen.

Doch auch Mehas Sturmpartner Cem Korkmaz beteiligte sich fleißig am Aufbauspiel. Belohnt wurden die beiden mit jeweils einem Treffer, wobei insbesondere Feriz Meha noch weitere Hochkaräter auf dem Fuß hatte. Als den beiden Offensivkräften Mitte der zweiten Halbzeit die Kräfte schwanden, standen mit Emrah Erenler und Antonino Singh zwei nicht minder torhungrige Auswechselakteure parat. Erenler traf in der Schlussphase gleich zweimal, Antonino Singh markierte nur zwanzig Sekunden nach seiner Einwechslung einen sehenswerten Kopfballtreffer. Für den Auftakt der Kirchheimer Torejagd hatte bereits nach fünf Minuten Mittelfeldspieler Emrah Polat mit einem platzierten Flachschuss ins linke untere Toreck gesorgt.

Die Laune beim VfL und dem Gros der heimischen Zuschauer war nach dem Derby natürlich bestens. Wobei Eislingens Spielleiter Rudi Lechner in der Pressekonferenz sicherlich zurecht anmerkte, dass der FC an diesem Abend nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft gewesen sei. Michael Rentschler hob in seinem Statement die positiven Aspekte aus VfL-Sicht hervor: "Wir haben heute auf den Schlüsselpositionen mit 18-Jährigen gespielt", sagte der Trainer, der von Beginn an wieder in der zentralen Innenverteidigung spielte. "Es war ein schöne Offensivpartie."

VfL Kirchheim:

Volber Fuchs, Rentschler, Eisnenhardt, Siopidis Isci, Kutscher, Alban Meha (74. Eberhardt), Polat Korkmaz (71. Singh), Feriz Meha (68. Erenler). FC Eislingen:

Ihring Gabriel, Bachhuber, Wolak, Bakici (46. d' Agostino) Elezaj (68. Unger), Lleshaj (62. Müller), Benz, Scaglione Kovacevic, Bibaj.Gelbe Karten:

Eisenhardt, Rentschler Bakici, Lleshaj, Kovacevic.Gelb-Rote Karte: Bibaj

(80.).Tore:

1:0 Polat (5.), 2:0 Korkmaz (31.), 2:1 Bachhuber (34.), 3:1 Feriz Meha (40.), 4:1 Singh (71.), 4:2 Bibaj (75.), 5:2 Erenler (76.), 5:3 D'Agostino (88.), 6:3 Erenler (90.).Zuschauer:

350.Schiedsrichter:

Frank Dürr (Herlikofen) leitete weitgehend fehlerfrei.