Lokalsport

In (Aufstiegs-)Höhle des Löwen

Dem Hoch folgte ein Tief: In diesem Fall ist nicht vom aktuellen Wetter die Rede, sondern von den Bezirksligisten TSV Jesingen und SGEH. Nach mehr oder minder unglücklichen Niederlagen am vergangenen Wochenende ist die Abstiegsgefahr für die beiden Clubs aus der Teckregion wieder größer geworden.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Die Jesinger befinden sich im Vergleich zur SGEH dabei noch in einer relativ komfortablen Lage. Mit immerhin 30 Punkten haben die Müller-Schützlinge noch ein Polster von fünf Zählern auf den ersten Abstiegsplatz.

Wenn da nur nicht das Spiel heute Abend ab 18.30 Uhr beim Liga-Überflieger GSV Dürnau wäre. Das Team des Weilheimers Alexander Hübbe steht kurz vor dem Landesliga-Aufstieg und weist ebenfalls ein Fünf-Punkte-Polster auf den Tabellenzweiten FC Nürtingen 73 auf. Einen Flop dürfen sich Hübbes Kicker deshalb nicht erlauben.

Jesingens Abteilungsleiter Steffen Mauz sieht seine vorsichtige Haltung der vergangenen Wochen bestätigt. "Ich habe immer gesagt, dass wir noch längst nicht überm Berg sind", betont der TSVJ-Funktionär, "der achte Platz täuscht vermeintliche Sicherheit vor." Ein Zähler wäre für die Jesinger Gold wert. Im Hinspiel siegten die Dürnauer in den Lehenäckern locker 4:0.

Fast zeitgleich (ab 19 Uhr) schnüren die SGEH-Mannen die Kickstiefel bei ihrem Gastspiel in Boll. Der Gegner der Spielgemeinschaft ist mit 36 Punkten so gut wie gesichert. Bei der SGEH war nach der nicht unbedingt erwarteten 2:3-Schlappe beim Tabellenletzten ASV Eislingen die Enttäuschung verständlicherweise groß. "Das Ergebnis haut uns aber nicht um", erklärt SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf, der sein Team nach wie vor gut im Rennen um den Klassenerhalt sieht. "Wir haben zudem noch eine Partie weniger ausgetragen, als die meisten unserer Mitkonkurrenten", so Zintgraf.

In Großbettlingen kommt es heute Abend zu einem Spiel mit besonderer Brisanz. TSGV-Spielertrainer Claus Maier hat mit seinem Team als Tabellendritter das (erneute) Erreichen des Relegationsplatzes im Blickpunkt, sein Bruder Axel kämpft mit dem TSG Zell um den Ligaerhalt. "Es ist natürlich kein Spiel wie jedes andere", weiß Axel Maier, "aber wir werden uns angesichts dieser Tabellensituation garantiert nichts schenken." Die Zeller kommen jedenfalls nach dem äußerst wichtigen 2:1 in Uhingen mit großem Selbstvertrauen auf den Staufenbühl.

Noch zwei Partien stehen heute Abend an: Der TSV Wolfschlugen könnte mit einem Erfolg über den immer schwächer werdenden FC Uhingen einen großen Schritt Richtung Ligaverbleib machen, während die Duellanten unter dem Hohenstaufen, der SV Göppingen und der FV Neuhausen, kaum noch in Abstiegsgefahr geraten dürften.

Erst Morgen greift der TSV Notzingen ein und zwar bei den akut gefährdeten Wernauer Sportfreunden. TSVN-Trainer Stefan Haußmann: "Wir haben beim 4:1 über den SV Göppingen am vergangenen Wochenende eine gute Leistung gezeigt, ich hoffe, dass wir daran in Wernau anknüpfen können."

Außerdem erwartet der Vorletzte TSV Grötzingen den Tabellenzweiten FC Nürtingen 73, und in Neckartailfingen gibt es ein "Frühschoppenspiel": Der TSVN empfängt bereits ab 11 Uhr Schlusslicht ASV Eislingen.