Lokalsport

In der Liga angekommen

Kirchheimer Basketballer nach 78:68-Sieg in Lich im Tabellenmittelfeld

Die Knights sind offenbar in der Pro A angekommen: Nach dem furiosen 97:77 beim Traditionsclub USC Heidelberg und dem sensationellen 96:92-Sturz des damaligen (und neuen) Spitzenreiters Mitteldeutscher BC in heimischer Halle hielten sich die Ritter auch beim LTi Lich mit 78:68 (40:35) schadlos und haben sich zunächst einmal einen Platz im Mittelfeld gesichert.

Lich. Zwei erfreuliche Erkenntnisse kann man aus der Partie in Hessen gewinnen: Zum einen hat sich gezeigt, dass die Knights inzwischen in der Pro A gegen schwächere Mannschaften auch bestehen können, ohne ständig am oberen Limit agieren zu müssen. Zum zweiten konnte Coach Frenkie Ignjatovic erfreut registrieren, dass das Comeback von Philipp Heyden nach mehrwöchigem verletzungsbedingten Ausfall gelungen ist und der 20-Jährige schon im ersten Spiel wieder entscheidende Akzente setzen konnte.

Die spektakulären Glanzlichter, wie sie dem Publikum in den beiden vorausgegangenen Partien beinahe am laufenden Band geboten wurden, blieben freilich in dieser Begegnung eher Mangelware. Während Adam Baumann seine gewohnt starke Partie ablieferte – er agierte besonders in der ersten Hälfte unter des Gegners Korb fast wie er wollte – hatte Clifford Crawford sein Visier diesmal falsch eingestellt: Nur zwei seiner neun Würfe fanden das Ziel. Auch Gordon Scott tat sich zu Beginn schwer. Erst nach dem Seitenwechsel brachte er sich wirkungsvoll in die Offensive ein. So lebte Kirchheim in der ersten Halbzeit im Angriff vor allem von Baumann und der starken Leistung Ziyed Chennoufis, der mit seiner Schnelligkeit und seinem unwiderstehlichen Zug zum Korb die Licher Abwehr immer wieder überwand.

Kirchheimer Startschwierigkeiten, die durch eine hohe Fehlerquote bedingt waren, bescherten den Gastgebern zunächst einmal eine 16:9-Führung in der fünften Spielminute, ehe sich die Knights besannen und kurz vor Ende des ersten Viertels ihrerseits mit 19:18 vorne lagen.

In der Folge bestimmten die Teckstädter das Geschehen, jedoch ohne Lich einmal deutlich distanzieren zu können, was in dieser Phase durchaus schon möglich gewesen wäre. Denn Lichs Offensive lebte doch zu sehr nur von zwei Spielern: Der Gießener Kooperationsspieler Johannes Lischka (18 Punkte) und der sehr starke Jannik Freese (24) waren im Angriff zu sehr auf sich alleine gestellt. Kirchheim schaffte es aber einfach nicht, über eine längere Zeit konstant auf hohem Level zu spielen und die Drei-Punkte-Ausbeute blieb während der ganzen Partie mit 17 Prozent auf recht bescheidenem Niveau. Die Folge: Magere fünf Pünktchen trennten die Gastgeber von den Knights (Halbzeit: 35:40).

Diese Schwankungen hielten auch nach Seitenwechsel an. Bis zu zwölf Punkten betrug die Kirchheimer Führung mehrmals, bevor man Lich dann wieder besser ins Spiel kommen ließ. Der 64:52-Vorsprung vor dem letzten Spielviertel bedeutete dann jedoch eine Vorentscheidung: Lich vermittelte nicht den Eindruck, die Energie aufbringen zu können, um die Ritter noch einmal zu gefährden. In der Schlussphase konnte Heyden durch gute Reboundarbeit noch einmal unterstreichen, dass seine Entzündung im Knie überstanden ist. Ansonsten blieben die Highlights auch in dieser Phase aus, mit 78:68 entführten die Knights die Punkte verdient aus dem Hessenland und stehen nun mit 6:6 Punkten im dichtgedrängten Mittelfeld.

Als Tabellennachbar der Knights findet man dort auch die BG Karlsruhe, die am kommenden Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte zum württembergisch-badischen Duell zu Gast ist. Gegen die BG muss mehr gebracht werden, um die Punkte zu behalten. Die Badener reisen mit dem Rückenwind des knappen Erfolgs über den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer BC Bayreuth unter die Teck. ste

VfL Kirchheim Knights: Tomasevic, Chennoufi (16 Punkte), Baumann (22 Punkte/6:6 Freiwürfe/9 Rebounds), Crawford (4), Scott (13/2 Dreier), Peter Klemm (2), Tom Klemm (7/1), Heyden (14/7 Rebounds),

LTi Lich: Scholz (3), Klassen (7/1), Perl, Rosenthal, J. Lischka (18), Henke (n. e.), B. Lischka (4), Unger, Bunkley (12), Freese 24

Teamstatistik

Kirchheim: 29:62 Würfe (47 %), 3:18 Dreier (17 %), 11:17 Freiwürfe (74 %), 42 Rebounds, 17 Ballverluste, 7 Assists, 8 Ballgewinne, 20 Fouls

Lich: 28:64 Würfe (44 %), 1:15 Dreier (7 %), 11:17 Freiwürfe (65 %), 31 Rebounds, 17 Ballverluste, 8 Assists, 6 Ballgewinne, 22 Fouls

Viertelergebnisse: 18:19, 17:21, 17:24, 16:14

Zuschauer: 600

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