Lokalsport

In der Teckhalle brennt der Baum

Der TSV Owen muss sich nach dem 25:25 gegen die HSG Oberer Neckar mit einem mageren Punkt begnügen. Dabei schien das Spiel kurz vor dem Ende zu Gunsten des TSV zu kippen. Hektik, Unkonzentriertheiten und ein unglücklich leitendes Schiedsrichtergespann verwandelten die Teckhalle in der Schlussphase in ein Tollhaus.

OWEN Während der gesamten Begegnung versäumte es die Heimmannschaft um Kapitän Bastian Reckziegel, die Gäste auf Abstand zu halten. Vor allem die Chancenverwertung und eine katastrophale Anfangsphase gaben dann am Ende den Ausschlag. Die Gäste vom Neckar legten stark los und bewiesen eindrucksvoll ihre Angriffsqualitäten. Demgegenüber stand ein TSV mit schwachem Abschluss und Unkonzentriertheiten in der Abwehr. Schon in der 8. Minute musste Coach Enrico Wackershauser die Notbremse ziehen, indem er seine Mannschaft zur Auszeit bat. Da lag der TSV bereits mit 2:7 zurück.

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Doch der Trainer schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Vor allem in der Defensive kam eine andere Truppe zurück aufs Parkett. Endlich wurde gekämpft, um das drohende Debakel abzuwenden. Vor dem gegnerischen Gehäuse herrschte jedoch weiter Ratlosigkeit. Immer wieder scheiterten die TSV-Schützen an HSG-Keeper Lampe oder den eigenen Nerven. Durch die bessere Abwehrarbeit konnte sich das Teckteam bis zur Halbzeit jedoch auf 12:12 heranarbeiten.

Nach der Pause dann die erste Owener Führung zum 13:12 und die Hoffnung der zahlreichen Zuschauer, dass der TSV dort anknüpfen würde, wo die ersten 30 Minuten geendet hatten. Doch auch die Gäste waren nach der Pause wieder hellwach und konnten im Angriff zulegen. So gelang es dem TSV zwar immer wieder vorzulegen, mehr als ein oder zwei Tore Vorsprung konnte sich der Tabllendritte jedoch nicht erarbeiten. Matthias Carrle parierte im Owener Kasten bravourös zwei Strafwürfe und konnte damit den knappen Vorsprung des TSV sichern.

Vor allem im Angriff spielte die Tecksieben weiterhin gegen sich selbst. Von allen Positionen wurden aussichtsreiche Chancen gleich reihenweise vergeben. So konnte die HSG in der 55. Minute beim 22:22 wieder ausgleichen. Dann folgte die packende Schlussphase: In einem wahren Kraftakt forcierte der TSV nochmals das Tempo und ging durch einen Doppelschlag mit 24:22 in Front. Als dann Steffen Klett per Konter in der 57. Minuten zum 25:22 einwarf, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

Im Mittelpunkt der letzten Minuten standen dann die beiden Unparteiischen. Durch zweifelhafte Zeitstrafen gegen Markus Güntner und Heiko Hoyler brachten sie den TSV in doppelte Unterzahl. So dezimiert musste die Owener Abwehr die Anschlusstreffer zum 25:24 hinnehmen. Eine weiterer Pfiff gegen den TSV brachte die HSG wieder in Ballbesitz und Enrico Wackershauser auf die Palme. Der schon vorher verwarnte Coach musste auf die Zuschauerränge und der TSV musste weiter dezimiert den Ausgleich hinnehmen. Dann die spielentscheidende Szene: Nach einem Owener Ballgewinn bleibt ein HSG-Spieler verletzt im Owener Torraum liegen. Lars Kirchner schickt Steffen Klett zum Konter, dessen Wurf frei vor dem Tor von den Schiedsrichtern abgepfiffen wird, um den HSG-Spieler zu behandelt. In den verbleibenden 27 Sekunden gelang es den dezimierten Hausherren nicht mehr, das Blatt zu wenden. Mit 17:5 Punkten geht der TSV somit auf Rang zwei in die Winterpause der Landesliga. Zuvor müssen die Owener jedoch am heutigen Dienstag im Bezirkspokal gegen den Verbandsligisten TSV Wolfschlugen ran (siehe unten).

br

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel; Blumauer, Dunkel (1), Güntner (3), C. Hoyler (1), H. Hoyler (2/2), Kazmaier (3), Kirchner (1), Klett (7/1)), Schmid, Wahl (7/4)Schiedsrichter:

Mollenkopf/Mollenkopf vom VfL Pfullingen.