Lokalsport

Interimslösung VfL-Kegelstüble

Bis die Abrissbirne kommt, tragen Kirchheimer und Lenninger Kegler dort ihre Heimspiele aus

Am kommenden Wochenende starten die Unterlenninger Sportkegler in die neue Saison. Dasselbe gilt für die drei Aktivenmannschaften des VfL Kirchheim. Weil sie die in Württemberg gültige 120-Schub-Regel nach wie vor ablehnen, mischen die Kirchheimer weiterhin im Spielbetrieb des Badischen Kegler- und Bowling-Verbandes (BKBV) mit.

Sportkegeln: VfL Kirchheim-BKSV Stuttgart. Wolfgang Halama VfL
Sportkegeln: VfL Kirchheim-BKSV Stuttgart. Wolfgang Halama VfL

Kirchheim/Lenningen. Inzwischen haben sich alle Parteien geeinigt: Wegen des bevorstehenden Abrisses des VfL-Kegelstübles im Zuge des Baues des Vereinssportzentrums wird sich die sportliche Heimat der VfL-Sportkegler künftig auf den Unterlenninger Bühl verlagern. „Dort werden wir trainieren und sämtliche Heimspiele austragen“, sagt VfL-Abteilungsleiter Ingo Breunle, der einen unterschriftsreifen Mietvertrag vorliegen hatte. Wann genau der Umzug vollzogen wird, ist allerdings offen. „Wir hoffen nicht, dass der Abriss des Kegelstübles schon Mitte November erfolgt. Dann hätte unsere Abteilung ein Problem.“ Denn die Bühlbahnen sind wohl auch dann noch außer Betrieb: Die Reparaturarbeiten nach dem Hagelunwetter am 28. Juli gehen unvermindert weiter.

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An jenem Tag war die Unter­lenninger Kegelanlage binnen weniger Minuten schwer beschädigt geworden. Die Dacheindeckung und Eternitplatten waren durch riesige Hagelkörner durchschlagen worden – Wasser drang in das Gebäude ein und es entstand ein Gesamtsachschaden von 200 000 Euro. Betroffen waren neben dem Jugendraum auch die Tribüne und die Kegelhalle. Das Wasser machte die Kegelbahnen unbespielbar. Die elektrischen Anlagen und die elektronische Steuerung der Kegelbahn wurden teilweise zerstört – auf längere Sicht ist dort kein Spielbetrieb mehr möglich. Nun wird angestrebt, die Dachsanierung und die Instandsetzung der Kegelbahn bis Ende November oder Anfang Dezember abzuschließen. Somit haben beide Kegelabteilungen von der Teck inzwischen ein Bahnenproblem – der TVU ein temporäres, der VfL ein dauerhaftes. Die Interimslösung sieht so aus: In der Hinrunde tragen die Lenninger sämtliche Heimspiele der ersten und zweiten Herrenmannschaft im (noch existenten) VfL-Kegelstüble aus, während die gemischte Mannschaft in der Gemeindehalle St. Johann-Würtingen spielt. Auch die drei VfL-Mannschaften sind im Kegelstüble weiterhin zu sehen – so lange, bis die Abrissbirne kommt.

Am kommenden Samstag starten die drei TVU-Mannschaften mit drei Auswärtsspielen in die neue Saison 2013/14. Die erste Herrenmannschaft spielt ab 14 Uhr gegen den KVS Waldrems und die zweite Mannschaft um 15.30 Uhr bei der Sportvg. Frankenbach II. Gegner der gemischten Mannschaft ist die Männermannschaft des TSV Affalterbach (13 Uhr).top/fh

Saisonstart im Kegelstüble

Die VfL-Sportkegler bleiben hart: Eine Rückkehr zum Württembergischen Kegler- und Bowling-Verband (WKBV) ist wegen dessen umstrittener Einführung der 120-Schub-Regel weiterhin kein Thema. Stattdessen gehen sie beim Badischen Kegler- und Bowling-Verband (BKBV), wo noch die klassischen Schubzahlen gelten (100, 200), zusammen mit weiteren Abtrünnigen wie TSV Pfedelbach und TSG Heilbronn in ihre dritte Saison. Ein weiterer Hoffnungsträger für die Kirchheimer ist die im März 2012 gegründete Deutsche Classic-Kegler Union (DCU), die eine Art Gegenentwurf zum etablierten Deutschen Kegler- und Bowlingbund (DKB) ist: Aus einer Protestbewegung heraus entstanden, hat sie sich den Erhalt der klassischen Schubzahlen auf die Fahnen geschrieben. Das Heimspielprogramm der Kirchheimer Kegler am kommenden Wochenende beim Saisonstart 2013/14: Samstag, Kreisliga B Karlsruhe Herren: 12 Uhr VfL Kirchheim II – VfR GW Ittersbach 1, 14.45 Uhr 3. Landesliga Herren: VfL Kirchheim – TV 77 Deutsche Eiche Waldhof, Sonntag, 13 Uhr, 1. Landesliga Damen: VfL Kirchheim – DKC TSG Heilbronntop