Lokalsport

Ire gewinnt – Tscheche enttäuscht

Manfred Schütte vom VfL Kirchheim war beim Hohenneuffen-Berglauf über 9,3 Kilometer schnellster Starter aus der Teckregion. Unter den rund 450 Teilnehmern am Hauptlauf (inklusive Walker) belegte er Platz zwölf.

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Beuren/Neuffen. Wenn der VfL-Läufer beim Berglauf geehrt wird, gibt es immer besonders viel Beifall, denn Schütte (wurde zudem Sieger in der Altersklasse M50) bewältigte zum 21. Mal den schwierigen Parcours auf die Burgruine. Nur die Neuffener Anton Palesch und Volker Eberhardt (22 Mal im Ziel) haben den Klassiker häufiger erfolgreich hinter sich gebracht.

Zweitbester aus der Kirchheimer Ecke war Markus Braun aus Jesingen, der nur wenige Sekunden hinter Schütte in den Burghof einbog. Ein Wochenende der besonderen Art erlebte erneut das Ehepaar Cornelia und Jörg Kaltwasser aus Weilheim. Freitagnacht starteten sie wie im Vorjahr beim legendären 100-Kilometer-Lauf von Biel, kamen nach rund 14 Stunden ins Ziel, fuhren zurück aus der Schweiz und standen am Sonntagmorgen beim Hohenneuffen-Berglauf am Start. „Für dieses Wochenende reicht es nun mit dem Laufen“, sagte Cornelia Kaltwasser nach dem Zieleinlauf lachend.

Grund zur Freude hatte auch der Ire Cian McLoughlin: Er setzte sich in dem von Kühle und Regen gekennzeichneten Rennen vor dem Ohmenhausener Markus Ruopp durch. McLoughlin blieb vom „Streckenrekord für die Ewigkeit“ (Organisator Frank Klass vom TSV Beuren) deutlich entfernt. Bei den Frauen dominierte Sylke Schmitz (Rottenburg) noch klarer das Rennen, als McLoughlin bei den Männern. Zwar war ihr in der Anfangsphase noch Lokalmatadorin Monika Pletzer auf den Fersen, doch die Läuferin vom TSV Frickenhausen musste den Kontakt an den giftigen Steigungen im zweiten Streckenabschnitt abreißen lassen. Angela Böbel (DAV Kirchheim) wurde Gesamtneunte.

405 Läuferinnen und Läufer erreichten summa summarum im Hauptlauf das Ziel, zudem 37 Walker. 80 Schülerinnen und Schüler absolvierten auf relativ flachen Kursen einen „Mini“-Berglauf. Eins wurmte Organisator Frank Klass allerdings doch noch: Der mehrfache Gewinner am Hohenneuffen, Roman Skalsky, war trotz Zusage nicht aufgetaucht. „Über die Gründe ist mir nichts bekannt“, so der sichtlich enttäuschte Klass, der selbst den Lauf in 44 Minuten bewältigt hatte. Es war allerdings nur ein kleiner Wermutstropfen beim diesjährigen Regenrennen. rei