Lokalsport

Italiener im Viertelfinale zu stark

MARSEILLE Das "Team Germany" mit dem früheren VfL-Fußballer Walter Rau (28) als Defensivspieler hat die direkte Qualifikation zur Beach-Soccer-Weltmeisterschaft verpasst. In Marseille, wo das Abschlussturnier der Europaliga ausgespielt wurde, scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale am späteren Finalsieger: Gegen Italien gab es eine 4:6-Niederlage. Neben den Azzuri, 7:6-Sieger im Endspiel, dürfen nun auch das zweitplatzierte Portugal, Frankreich und die Schweiz zur WM 2006 fahren. "Gegen die Großen können wir noch nicht mithalten", bilanzierte Walter Rau, der alle drei Spiele bestritt und von Team-Trainer Eddie Löwen ein Sonderlob bekam.

Anzeige

Fürs deutsche Team, in dem mit dem Ex-Frankfurter Thomas Zampach der einzige Akteur mit Profi-Erfahrung stand, endete das Turnier vor fast 4000 Zuschauern am Finaltag mit einem Sieg: Gegen Österreich gelang im Spiel um Platz sieben ein ungefährdeter 6:2-Erfolg. Zuvor waren die Adlerträger den ebenfalls im Viertelfinale gescheiterten Spaniern um Beach-Soccer-Superstar Amarelle in der Platzierungsrunde mit 4:7 unterlegen.

Italien erwies sich gegen Deutschland in der Runde der letzten acht als der erwartet starke Gegner. Ex-Profi Agostini war mit vier teilweise spektakulären Treffern Garant für den am Ende verdienten 6:4-Sieg gegen Deutschland.

Das Finale war an Dramatik nicht zu überbieten. Favorit Portugal führte Mitte des zweiten Drittels bereits 5:1, doch dann schlugen die Italiener eindrucksvoll zurück: Bis zehn Sekunden vor Schluss stand's 5:5. Nach der Verlängerung (0:0) musste das Neunmeterschießen entscheiden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte in Marseille für die Ausrüstung der Soccer-Auswahl gesorgt und Willi Hink, zuständig für Breitensport, Schiedsrichterwesen und Frauenfußball, sogar auf einen Kurzbesuch ins Beach-Soccer-Stadion von Marseille geschickt. Bis auf die Ausnahme Thomas Zampach (Ex-Vertragsspieler von Eintracht Frankfurt) kamen bei der WM-Quali für Deutschland nur Spieler zum Einsatz, die zumindest im Profibereich des Fußballs noch nie einen Namen hatten: Das Team rekrutierte sich aus den Spielern Dennis Prostka, Breno Uellendahl (Tor), Dannilo Neumann, Marcos dos Santos, Walter Rau, Mario Greuel (Defensive), Manolo Schürmann, Stefano Mari, Martin Krause und Thomas Zampach (Offensive).

tb/pm