Lokalsport

Jede Absage nervt den Staffelleiter

Schlierbach/Gmünd. Nach Schnee und Eis nun unverhofft das große Tauwetter: Die Winterlaunen 2009

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thomas pfeiffer

tangieren erneut das lokale Fußballprogramm. Mit den steigenden Temperaturen droht manchem Sportplatz der Region an diesem Wochenende die Unbespielbarkeit. Trotzdem wird‘s laut gestriger Auskünfte der Staffelleiter sowohl in der Bezirksliga als auch in den Kreisligen keine Generalabsage geben. „Ich bin froh um jedes Spiel, das ausgetragen werden kann, weil fast alle donnerstäglichen Nachholtermine bis in den April hi­nein schon jetzt belegt sind“, sagt Arnold Ardelmann, der die Bezirksliga unter sich hat.

Der Bezirksliga-Staffelleiter aus Schlierbach setzt auf Wind und (gutes) Wetter. Acht Spiele im Neckar/Fils-Oberhaus sind am Sonntag anberaumt, und Ardelmanns leise Hoffnung ist, dass die Rasenplätze angesichts der für Samstag prognostizierten zweistelligen Plusgrade über Nacht so abtrocknen, dass die Geläufe bespielbar sind. Nur der VfB Oberesslingen/Zell meldete sich bis gestern bei ihm: Das Heimspiel gegen den SC Geislingen muss auf dem Zeller Kunstrasenplatz vonstattengehen. Auch die Auswärtspartien des TSV Jesingen (in Neuhausen), TSV Notzingen (in Ebersbach) und der SGEH (in Grötzingen) firmieren keineswegs unter der Rubrik „akut ausfallgefährdet“. Ardelmann: „Ich hoffe auf Sonnenschein am Wochenende. Dann könnte es schon einige Austragungen geben.“

Auch in der Kreisliga A, Staffel 2 (sieben Spiele) und Kreisliga B, Staffel 6 (drei) wird‘s eine vorschnelle Rotstift-Aktion durch den Staffelleiter nicht geben. Genau wie Kollege Ardelmann hat sich nämlich auch Stefan Cserny für die Abwarte-Taktik entschieden. „Obwohl manche Spiele wie Oberlenningen gegen Weilheim und Unterensingen gegen Harthausen sehr fraglich sind, gibt es diesmal keine generelle Absage“, erklärte Cserny, der kraft seiner Erfahrungswerte damit rechnet, dass die Hälfte aller anberaumten Spiele angepfiffen wird. Immerhin.

Praktisch gesichert ist auch die Oberliga-Partie zwischen Normannia Günd und dem VfL Kirchheim am Samstag. „Allerdings wird wegen des neu eingesetzten Rasens im Jahnstadion auf dem Kunstrasenplatz gespielt werden müssen“, prophezeit Normannia-Spielleiter Gerhard Schurr. Das Gmünder Stadion ist in städtischem Besitz.