Lokalsport

Jens-Peter Becker gewinnt souverän

KIRCHHEIM Pünktlich um 10.45 Uhr gingen die Fahrer auf die erste von insgesamt 16 Runden auf dem Kirchheimer Alleenring. Bei einer Rundendistanz von 1,75 Kilometer hatten die Fahrer 28 Kilometer zurückzulegen. Der souveräne Sieger Jens-Peter Becker aus Schwäbisch Gmünd benötigte dafür gerade mal 40:22 Minuten und stellte mit 42 Stundenkilometern einen neuen Rekord bei der Durchschnittsgeschwindigkeit auf. Damit war der Mann von der LG Stuttgart nur zwei Kilometer im Mittel langsamer als das Feld der Profis.

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Vom Start weg dominierten erwartungsgemäß die Favoriten mit Vorjahressieger Ralf Böhm (Scott Team Heilenmann), Mathias Felbecker (Team Heineken-Köber), Christian Pilz (Team Landesbank), Jochen Neubecker (Team Lightwheels) und Florian Eisrich (Team Radsport Fischer & Wagner). Schon nach der dritten Runde teilte sich das Feld in zwei Gruppen und viele Einzelfahrer auf, zu denen auch der dienstälteste Reinhard Böwer aus Unterensingen mit 62 Jahren gehörte. Im Verlauf des Rennens wurde so mancher Fahrer durch die Spitzengruppe bis zu drei Mal überrundet. Keine Schande für die Teilnehmer im hinteren Feld,dies zeigt vielmehr das starke Niveau des Hobbyrennens an der Spitze.

Erstmals in diesem Jahr war das AST-Team Süßen mit vier Fahrern am Start, das zusammen mit dem Team Heinken-Köber das Tempo des gesamten Rennens hoch hielt. Das Salz in der Suppe war dieses Mal jedoch Jens-Peter Becker, der sein Debüt in Kirchheim gab und sich wie Phönix aus der Asche vier Runden vor dem Ende von der kompletten Spitzengruppe absetzte und seinen Soloritt ins Ziel brachte. Pech für einige Fahrer im Hauptfeld: Beim Zielsprint wurden sie von einer überrundeten Gruppe behindert. Jochen Neubecker nutzte seine Chance und überquerte als Zweiter vor dem besser postierten Ralf Böhm und Mathias Felbecker die Ziellinie.

Im Vergleich zu den Vorjahren, als einige Mountainbiker die Strecke in Angriff nahmen, waren diesmal nur Fahrer auf Rennrädern am Start. "Ein Zeichen dafür, dass das Hobbyrennen endgültig seinen festen Platz als Straßenrennen im Rahmen der Alleenring-Veranstaltung hat", glaubt Stephan Fischer vom Veranstalter Radsport Fischer & Wagner. Das rege Interesse an diesem Rennen zeigte sich auch am Zuschauerinteresse, das von Jahr zu Jahr zunimmt.

Die 20 besten Fahrer wurden vom Vorsitzenden des Württembergischen Radsportverbandes WRSV und Bürgermeister der Stadt Kirchheim, Günter Riemer zu ihrer Leistung beglückwünscht.

sf