Lokalsport

Jesingen contra Heimkomplex

Während der GSV Dürnau mit Riesenschritten in Richtung Herbstmeisterschaft eilt, drohen die Teck-Vereine im Mittelmaß zu versumpfen. Am Sonntag treffen mit dem TSV Notzingen und der SGEH zwei hiesige Clubs direkt aufeinander. Der TSV Jesingen will indes sein Heimpublikum versöhnlich stimmen.

KIRCHHEIM In Notzingen, Jesingen und bei der SGEH blicken die Verantwortlichen auf einen bisher durchwachsenen Saisonverlauf. Die Leistungen der Teck-Vertreter wechselten in den vergangenen Wochen wie Licht und Schatten. Während der TSV Jesingen hofft, gegen Grötzingen seinen Heimkomplex abzulegen, peilen die Notzinger im Spiel gegen die SGEH Wiedergutmachung für die letzten Pleiten an. Das vermeintliche Spitzenspiel des Sonntags steigt allerdings in Boll. Der seit drei Spieltagen ungeschlagene TSVB, momentan Dritter, hat den Tabellenführer GSV Dürnau zu Gast. Mit neun Punkten Vorsprung ist dem Team von Alexander Hübbe, Anfang der neunziger Jahre Co-Trainer beim VfL Kirchheim, der inoffizielle Titel des Herbstmeisters kaum noch zu nehmen. Ihre Aufstiegsambitionen untermauerten die Dürnauer eindrucksvoll am letzten Sonntag, als sie beim 4:0-Sieg gegen Großbettlingen immerhin einen Mit-Favoriten um den Aufstieg abgekanzelt haben.

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Die TSGV-Elf von Claus Maier gastiert beim Tabellenzweiten FV Neuhausen. Um die dritte Niederlage in Folge zu vermeiden, müssen sich die Großbettlinger mächtig zusammenreißen. Dies erwartet Notzingens Trainer Stefan Haussmann auch von seinen Mannen. Nach dem Remis bei Schlusslicht Eislingen und der Niederlage in Göppingen haben die Eichert-Kicker einiges gutzumachen. Mangelnden Einsatz und Siegeswillen machte der Coach als Ursache für die Pleiten aus. "Es läuft derzeit nicht rund. Wir müssen gegen die SGEH unbedingt gewinnen, um nicht noch mehr abzurutschen", diktiert er die Vorgabe für Sonntag. Sein Pendant auf Seiten der SGEH, Ralf Friedl, proklamiert den Sieg jedoch für seine Farben: "Wir haben drei Punkte als Ziel. Ein Zähler ist im Abstiegskampf zu wenig." Während Sentürk und Dogan weiter verletzt sind, kann Friedl wieder Christian Müller und Erkan Kömür einsetzen. Um Darko Kadoic (Knie) muss er noch bangen.

Mit dem in der letzten Spielminute ergatterten 3:2-Sieg beim FC Nürtingen sorgte der TSV Jesingen für die Überraschung des letzten Spieltages. "Das war nicht unverdient, wir tun uns derzeit auswärts leichter", blickt TSVJ-Coach Klaus Müller zurück. Er hofft, dass seine Mannen am Sonntag gegen Grötzingen ihren Heimkomplex ablegen und ihr Publikum nach den Pleiten gegen Notzingen und Zell wieder versöhnen. Verzichten muss Müller auf Alexander Grillo, der am Sonntag einen Kapselriß erlitt und wohl vier Wochen ausfällt. Kai Reehten muss wegen seiner Probleme an der Achillessehne ebenso ersetzt werden. Dafür kann der erkrankte Keeper Alexander Haussmann wieder mitwirken.

Im Abstiegskampf steht der TSG Zell im Heimspiel gegen Schlusslicht ASV Eislingen bereits morgen vor einem Schlüsselspiel. Zells Coach Axel Maier schwant jedoch nichts Gutes: "Seit ich in Zell bin, haben wir gegen Tabellenletzte immer verloren."

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