Lokalsport

Jesingen prüft neuen Spitzenreiter

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Mit seinem zumindest vom Ergebnis her überzeugenden 3:0-Erfolg in Notzingen löste Göppingen den SC Geislingen an der Spitze ab, die dieser schon seit dem siebten Spieltag behauptete. Während Geislingen am Sonntag auch in Wernau gegen einen Punktverlust nicht gefeit ist, prüft Jesingen bereits am morgigen Samstag (15.30 Uhr) den neuen Spitzenreiter. Imponierend ist die Bilanz der Truppe des Ex-Geislingers Uli Haug: Im ersten Spiel nach der Winterpause unterlag sie mit 1:2 in Wernau, sammelte seitdem jedoch 19:1 Punkte mit der imponierenden Tordifferenz von 20:1. Was liegt also näher, als die Göppinger auf den Favoritenschild zu heben.

Um diese Erfolgsserie zu unterbrechen, müsste der TSV Jesingen wohl einen Glanztag erwischen. "Einen Punkt streben wir auf jeden Fall an", gibt sich Jesingens scheidender Coach Klaus Müller optimistisch. Müller wird in der kommenden Saison den FV 09 Nürtingen betreuen. Nach sechs Spielen ohne Niederlage ist Müller mit seiner Mannschaft derzeit zwar zufrieden, haderte aber trotz des 4:2-Siegs gegen Köngen mit seiner Abwehr. "Wenn die sich nicht besser präsentiert, bekommen wir in Göppingen eine Packung", fürchtet Müller. Die Moral stimmt auf jeden Fall, zumal die Jesinger gegen Göppingen in den letzten vier Punktspielen nie verloren haben.

Besser aussehen als gegen Göppingen will der TSV Notzingen, der am Sonntag Geislingen-Bezwinger TSV Raidwangen empfängt. Die Gäste sind als Aufsteiger drauf und dran, den Klassenerhalt zu schaffen und wollen nun auch im Eichert punkten. Nachdem Trainer Claus Maier gegen Göppingen verletzungs- und krankheitsbedingt nur eine Rumpftruppe zur Verfügung stand, hofft Notzingens Abteilungsleiter Wolfgang Schäfer zumindest personell auf Besserung. "Wir wollen den fünften Platz auf alle Fälle halten" gibt Schäfer das Saisonziel aus. Vor dem Derby in Jesingen soll deshalb gegen Raidwangen unbedingt ein "Dreier" eingefahren werden. Auf Anleihen bei der zweiten Mannschaft will man in Notzingen verzichten, nachdem diese vor dem entscheidenden Match in Ohmden steht. In der Trainerfrage soll heute ein Gespräch mit Claus Maier Klarheit bringen. Maiers weiteres Engagement steht aufgrund seiner starken beruflichen Belastung auf der Kippe.

Im Abstiegskampf sind die Chancen des TSG Zell, auch im dritten Jahr hintereinander das Ruder noch herumzureißen, auf ein Minimum gesunken. Nach dem mageren 2:2 gegen Neckartailfingen hat die Mannschaft acht Zähler Rückstand auf den rettenden zwölften Rang. Dagegen spricht auch das schwere Restprogramm mit Spielen gegen den TSV Boll, den SV Göppingen und den TSV Notzingen. Mit Deizisau wartet auch am Sonntag ein schwerer Brocken auf Schumacher und Co. Gegen den TSV, der als Bester der vier Aufsteiger auf Rang vier liegt, bleibt den Zellern wohl nur eine Außenseiterchance. Wenn man hinten drin steht, kommt meist auch noch Pech hinzu, wie sich gegen Neckartailfingen zeigte, als aus einer 2:0-Führung in der 94. Minute noch ein 2:2 wurde.

Die Neckartailfinger werden wohl auch ihrem Gast, dem Schlusslicht TKSV Geislingen, kaum eine Siegchance lassen, wogegen Köngen nach guter Vorstellung in Jesingen auch gegen Grötzingen auf einen Punktgewinn hoffen darf. Wenig Chancen, seine prekäre Lage zu verbessern, müssen dem SSV Göppingen beim Gastspiel in Esslingen eingeräumt werden. Noch ein paar Punkte sammeln muss der FV Nürtingen. Gelegenheit dazu besteht am Sonntag in Boll, denn bei den Kurörtlern ist nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mit nun neun Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SV Göppingen die Saison gelaufen.