Lokalsport

Jesinger enttäuschen im Derby

SGEH gelingt beim 3:0 in den Lehenäckern der erhoffte Befreiungsschlag

Dritte Niederlage innerhalb von acht Tagen für den TSV Jesingen. Im Lokalderby gegen die SGEH enttäuschte die Oster-Truppe ein weiteres Mal und unterlag zu Recht mit 0:3 (0:1). Für die Gäste war‘s derweil der erhoffte Befreiungsschlag.

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Kirchheim. Schon vor Beginn der Partie hob Jesingens Trainer Viktor Oster warnend den Zeigefinger und mahnte, dass eine deutliche Leistungssteigerung her muss, um gegen die angeschlagene Spielgemeinschaft zu bestehen. Doch die Warnung kam bei seiner Mannschaft wohl nicht an. Anders war die Leistung des TSV Jesingen nicht zu erklären. Bei den Gästen hatte sich unter Woche personell einiges getan (siehe unten stehender Artikel).

Die Gäste begannen abwartend, und ließen Jesingen zunächst etwas aufkommen, um dann bei Ballgewinn schnell auf Angriff umzuschalten. Gegen diese Spielweise fiel den Hausherren recht wenig ein und so gab es kaum nennenswerte Situationen. Bis Mitte der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld. Bei einem Schuss von Ercan Güllü hatte Vangöl rechtzeitig die Hände oben (22.). Im direkten Gegenzug lenkte TSV-Keeper Alexander Feeß einen Schuss von Cobankara an die Latte. Nach dem darauf folgendem Eckball traf Rothweiler nur das Außennetz. Die SGEH war nun das bessere Team und ging folgerichtig durch den in der Mitte frei stehenden Attore in Führung (24.). Jesingen fand einfach nicht ins Spiel und konnte sich keine Torchancen erarbeiten. Nach einem Sololauf von SGEH-Kapitän Weger brachte der in der Mitte frei stehende Attore das Leder nicht unter Kontrolle (32.). Ein Freistoß von Grillo war kein Problem für SGEH-Keeper Vangöl.

Nach dem Wechsel kam Jesingen etwas verbessert aus der Kabine. Timo Spielvogel und Heiko Blocher hatten mit einem Schuss aus 18 Metern die ersten Möglichkeiten. Doch es blieb einfach zu viel Stückwerk im Jesinger Spiel und die Gäste nutzten die Jesinger Schwächen gnadenlos aus. Zunächst scheiterte Rothweiler noch mit einem Schuss an Feeß (58.). Eine Minute später übersah Tobias Schweiger den frei stehenden Spielvogel und schoss am Tor vorbei. In der darauffolgenden Szene konnte Feeß einen Freistoß von Laderer auf den Mittelfeld nicht festhalten und Karatailidis staubte zum 0:2 ab (60.). Als dann noch Dirk Augustin wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah, schwammen Jesingens Fel­le davon. Bis auf zwei Freistöße von Heiko Blocher und Ercan Güllü, die Torhüter Vangöl parieren konnte, hat­te Jesingen nichts mehr entgegenzusetzen. Eine ihrer zahlreichen Konterchancen nutzte der eingewechselte Stokinger zum 3:0-Endstand.

Alles in allem ein verdienter Sieg der SG, die einfach abgeklärter war und Jesingens Fehler ausnutzte. uw

TSV Jesingen: Feeß – Schröder, Wiesenmayer, Maier, Filios (54. Tolunay) – Grillo, Augustin, Kühnel (46. Blocher), Güllü – Schweiger, Thon (46. Spielvogel)

SG Erkenbrechtsweiler/ Hochwang: Vangöl – Gutbrod, Turan, Weger, Strobel – Dere (60. Kütri), Karatailidis (70. Stokinger), Laderer, Rothweiler – Attore, Cobankara (43. Gogulski)

Tore: 0:1 Attore (24.), 0:2 Karatailidis (60.), 0:3 Stokinger (78.)

Gelbe Karten: Augustin, Kühnel, Schweiger – Laderer, Rothweiler, Strobel

Gelb-Rote Karte: Augustin

Schiedsrichter: Mathias Jooß (Blaubeuren)

Zuschauer: 230