Lokalsport

Jesinger haben's schwer

Nach der totalen Nullnummer der Vertreter der Teckregion in der Fußball-Bezirksliga am vergangenen Wochenende, hofft das Trio diesmal auf Besseres, zumal alle drei Vertreter vor Heimspielen stehen. Dabei hat Jesingen wohl den härtesten Brocken vor sich, das den Tabellenzweiten Boll empfängt.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Es wäre eine weitere Enttäuschung, wenn Notzingen seine Niederlagenserie gegen Köngen II nicht beenden könnte und Zell hofft nach seinem Trainerwechsel natürlich auch auf bessere Tage.

"Beim 1:4 in Deizisau waren wir grottenschlecht", blickt Jesingens Übungsleiter Klaus Müller auf das letzte Spiel zurück, "in dieser Verfassung ist gegen Boll nichts zu erben". Natürlich wird den Jesingern der Boller 5:1-Sieg gegen Notzingen zu denken geben. Vor allem darf deren Torjäger Schirinzi nicht aus den Augen gelassen werden, der gegen Notzingen mit drei Kopfballtoren brillierte.

"Meine Abwehr macht mir derzeit Sorgen, aber auch nach vorne haben wir Probleme", bilanziert Müller und so hält er eine Steigerung unbedingt vonnöten gegen die Kurörtler, gegen die in den letzten Jahren in den Lehenäckern nie gewonnen wurde, wogegen in Boll zuletzt zweimal remisiert wurde. Veränderungen im Jesinger Aufgebot werden wohl anstehen, nachdem Müller derzeit 17 bis 18 Leute im Training hat und eigentlich alle fit sind.

1:2 in Neckartailfingen, 2:5 im Heimspiel gegen Deizisau und jetzt wieder ein Fünferpack in Boll; mit der Eichert-Truppe ist derzeit kein Staat zu machen. Doch auch der Gegner, die Reserve des Landesligisten TSV Köngen, hat nach ihrem Aufstieg ihre Probleme und schon 25 Gegentreffer kassiert, die meisten des 16er-Feldes.

Nach sieben Spielen ebensoviele Zähler ist Notzingens bescheidene Bilanz, doch auch in der letzten Saison war es ähnlich, als in demselben Zeitraum nur neun Zähler zu Buche standen. "Unsere Fans sind stinkig, wir müssen sie mit einem Sieg gegen Köngen wieder versöhnen", gibt Notzingens kickender Abteilungsleiter Ingo Schäfer von sich. In Boll habe nur in der ersten Halbzeit die Leistung gestimmt, das 3:1 danach sei der Genickschuss gewesen. Vor allem die Abwehr habe derzeit ein Defizit, das Coach Maier mit speziellem Training beheben wolle.

Man hoffe am Sonntag auch auf deren größere Stabilität, nachdem der bisher verletzte Jan Müller wieder dabei ist und ebenso Denis Genc nach seiner zweiwöchigen Rotsperre. Ein Sieg gegen die Köngener Reserve sei auch deshalb dringend nötig, weil danach der schwere Gang zum SV Göppingen ansteht.

Mit dem Allheilmittel Trainerwechsel versucht nun das allein noch punktlose Schlusslicht TSG Zell, die Wende anzustreben. In der letzten Runde ist dies gelungen, nachdem Axel Maier durch Holm Weber ersetzt und in einem starken Endspurt noch der Klassenerhalt geschafft wurde. Der freie Fall soll nun mit dem neuen Übungsleiter Gaetano Intemperante gestoppt werden, der diese Woche sein erstes Training am Zeller Berg leitete (wir berichteten).

Am Sonntag gastiert bei der TSG Aufsteiger SV Esslingen.