Lokalsport

Jesinger hoffen auf ein Ende der Torflaute

Unterschiedlicher könnten die Sorgen der drei Vereine aus der Teckregion in der Fußball-Bezirksliga kaum sein: Der TSV Jesingen trifft zurzeit das Tor nicht, dem TSV Notzingen gehen allmählich die Spieler aus und der TSG Zell schwebt nach nur fünf Spieltagen bereits in Abstiegsgefahr.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Vor einer schweren Aufgabe steht der TSV Notzingen beim heimstarken TSV Neckartailfingen. "Ich erwarte einen heißen Tanz", ist sich Trainer Claus Maier sicher, dass es nicht einfach werden wird, auf dem Aileswasen auch nur einen Punkt mit in den Eichert zu nehmen. Der Schuh drückt derzeit im personellen Bereich: Zuletzt standen bei der Eichert-Elf gerade einmal zwölf Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen. Daran wird sich am Sonntag wohl auch nichts ändern. Keine guten Voraussetzungen also für TSVN-Coach Maier, ein spielstarkes Team aufs Feld zu schicken. Mit Jan Müller, der voraussichtlich am Knie operiert werden muss und Ingo Schäfer, der im Testspiel gegen die A-Junioren des FC Eislingen wegen einer Tätlichkeit die rote Karte sah, fehlen Maier gleich zwei Leistungsträger. Hinzu kommt, dass der TSV Neckartailfingen nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Notzinger zählt. Gegen keine andere Mannschaft ist die Bilanz schlechter.

Im Sturm steckt der Wurm. So könnte der neue Slogan des TSV Jesingen heißen. In den bisherigen vier Spielen gelangen der Elf von den Lehenäckern ganze vier Tore. Eine Bilanz, mit der Trainer Klaus Müller nicht zufrieden sein kann. "Ich muss jetzt die Stürmer finden, die endlich treffen", stellt er nüchtern fest. Klingt einfach, ist es aber nicht, denn schon zuletzt erspielte sich der TSV Jesingen gegen die Wernauer SF genügend Einschussmöglichkeiten, doch fast alle blieben ungenutzt. Mit Michael Thon, Tobias Schweiger, Ilker Karlitepe und Servet Isik stehen dem Jesinger Coach eigentlich gleich vier treffsichere Torschützen zur Verfügung. "Wir könnten fünf bis sechs Punkte mehr auf dem Konto haben", ist Müller überzeugt. Beim SV Esslingen sollen die herausgespielten Chancen endlich besser genutzt werden.

Ganz andere Probleme hat der TSG Zell: Mit 5:14 Toren und noch keinem einzigen Punkt auf dem Konto steht die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch gibt es für Abteilungsleiter Peter Wahler keinen Grund, den Trainer in Frage zu stellen: "Wir werden uns doch nicht nach nur vier Spielen von einem Trainer trennen, der uns in der letzten Saison vor dem Abstieg gerettet hat." Der ständige Wechsel in der Anfangsformation der TSG ist mit ein Grund für die bisherige Misere. In jedem Spiel musste Coach Holm Weber auf mindestens vier Stammspieler verzichten. "Wir haben bis jetzt noch kein eingespieltes Team." Ein zusätzliches Testspiel bei den SF Dettingen, das mit 4:1 gewonnen wurde, sollte diese Woche neue Aufschlüsse bringen. "Ich hoffe, dass uns dieses Erfolgserlebnis mehr Selbstvertrauen geben wird", meint Weber vor der richtungsweisenden Begegnung beim Tabellenvorletzten SSV Göppingen.

Vor einer relativ leichten Aufgabe steht Bezirksliga-Tabellenführer TSV Boll im Heimspiel gegen den TSV Köngen II. Trotz der Spitzenposition in der Bezirksliga will der Boller Trainer Ezio Paladino den sportlichen Erfolg seiner Mannschaft nicht überbewerten: "Wir haben bisher noch gegen keine Mannschaft gespielt, die zu den Favoriten zählt." Bereits am heutigen Freitagabend gastiert der SV Göppingen beim Aufsteiger TSV Deizisau. Das Spitzenspiel am 6. Spieltag steigt am morgigen Samstag im Eybacher Tal zwischen dem Tabellendritten SC Geislingen und dem Tabellenzweiten FV 09 Nürtingen. In den restlichen beiden Spielen können sich die Wernauer SF gegen den TSV Grötzingen und der TKSV Geislingen gegen den TSV Raidwangen mit Heimsiegen im Mittelfeld der Tabelle festsetzen.