Lokalsport

Jesinger Jagd auf die "Wasserhühner"

Am letzten Vorrunden-Spieltag fahren die Jesinger Fußballer recht zuversichtlich nach Wernau: Der zweite Tabellenplatz macht ungeahnte Kräfte frei. Derweil drohen schon die ersten Spielausfälle der Saison. Die SGEH-Partie gegen den TSV Neckartailfingen ist, mit Blick auf den angekündigten Wintereinbruch, durchaus absagegefährdet.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Hochgefühle beim TSV Jesingen. Nach dem ständigen Abstiegskampf in den letzten Jahren mischen die Schützlinge von Trainer Klaus Müller in dieser Saison in der Spitzengruppe mit. Müllers erklärtes Ziel ist es, "den zweiten Platz zu verteidigen." Der derzeitige "Vize" gastiert diesmal bei den SF Wernau. Müller: "Ein launischer Gegner, den man nicht so richtig einschätzen kann." Die "Wasserhühner" hatten einen prima Start, lagen nach dem siebten Spieltag mit 15 Punkten auf Rang drei, holten aus den letzten sieben Spielen aber gerade noch vier Zähler. Fehlen wird beim TSV Heiko Blocher: Der ist mit seiner Band auf Tournee. Dafür rückt der vielseitige Viktor Oster ins Abwehrzentrum. Noch einmal Müller: "Wenn wir unsere gute Leistungen bestätigen, können wir einen Sieg schaffen."

Der TSV Notzingen ist nach der 1:3-Niederlage beim SV Göppingen auf den fünften Platz abgerutscht. Sieben Punkte Rückstand auf das Spitzenduo scheinen freilich noch aufholbar für das Team von Spielertrainer Stefan Haußmann scheint noch einiges möglich. Mit dem TSV Grafenberg kommt nun ein Gegner in den Eichert, der seit zehn Spielen ohne Sieg ist. Auswärts holte der Aufsteiger in sieben Begegnungen gerade mal zwei Punkte. Ein bezwingbarer Gegner also für das angriffsstärkste Liga-Team (39 Saisontreffer).

Unter dem neuen Coach Erhard Reinhofer ist die SGEH noch ungeschlagen. Doch die Kicker von der Berghalbinsel konnten die letzten vier Begegnungen gleichwohl auch nicht gewinnen. Am Sonntag hat die SGEH ein Heimspiel: Der TSV Neckartailfingen kommt. "Wir müssen dieses Spiel gewinnen", verlangt Reinhofer. Ob im Hardtwaldstadion nach dem angekündigten Wintereinbruch jedoch gespielt werden kann, ist erfahrungsgemäß noch ungewiss. Mitte der Woche war der Platz leicht schneebedeckt.

Seit Claus Maier auf dem Staufenbühl Trainer ist, war der TSGV Großbettlingen noch nie "Herbstmeister". Der Spielertrainer: "Wenn wir in Geislingen so spielen wie gegen Esslingen, werden wir es in diesem Jahr auch nicht." Die "Bettlinger" haben derzeit extreme Personalprobleme. Doch der ehemalige Kirchheimer Regionalligakicker sucht keineswegs nach Ausreden für die unkonstante Leistung seiner Mannschaft. Maier will vor dem Gastspiel beim TKSV Geislingen den Kunstrasen an der Michelberghalle inspizieren, um seine Spieler entsprechend einstellen zu können. Simples Vorwort des Coaches: "Wir wollen natürlich gewinnen."

Nach dem 2:2 gegen die SGEH muss der TSG Zell bei einem weiteren Leidensgenossen im Abstiegskampf antreten. Im Gastspiel beim FV Neuhausen ist ein Unentschieden fast schon Pflicht, sonst geht der Anschluss an die direkte Konkurrenz der "Hinterbänkler" verloren. Nicht ganz unerwartet mischt der SV Göppingen in diesem Jahr um die Meisterschaft mit. Das Team vom Hohenstaufen gastiert beim TSV Wolfschlugen. Die "Hexenbanner" gelten als ziemlich launisch, können an einem guten Tag aber jeden Bezirksliga-Gegner bezwingen. Warum also nicht auch den SVG?

Auch der TSV Boll schielt insgeheim noch in Richtung Tabellenspitze. Im Gastspiel bei Aufsteiger FV Nürtingen gelten die Kurörtler als Favorit. Die "Nullneuner" haben im heimischen Wörthstadion noch kein einziges Spiel gewinnen können. Mit dem SV 1845 Esslingen und dem TSV Grötzingen treffen zwei Mannschaften aus dem (noch) gesicherten Mittelfeld aufeinander.