Lokalsport

Jesinger kontra Negativserie

Morgen vier Nachholspiele in der Fußballbezirksliga – SGEH sucht Portale-Nachfolger

In den vier Nachholspielen der Fußballbezirksliga am morgigen Donnerstag sind alle drei Teckclubs beteiligt. Die SGEH erwartet im zweiten Spiel der Post-Portale-Ära Tabellenführer TSV RSK Esslingen, während der TSV Jesingen seine Negativserie gegen den TSV Deizisau beenden will. Der mutmaßliche Absteiger TSV Notzingen will beim SV Ebersbach eine erneute Klatsche verhindern, bastelt unterdessen bereits am Kreisliga-A-Team

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KLAUS-DIETER LEIB

Erkenbrechtsweiler. Es war die Überraschungsmeldung des lokalen Fußballwochenendes: Nach dreieinhalb Jahren schmiss Antonio Portale als Spielertrainer der SGEH hin – offenbar zum Bedauern der Verantwortlichen. „Ich wollte mit ihm weiterarbeiten“, sagt SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf. Dabei hätte der SG-Boss sogar in Kauf genommen, dass der eine oder andere Spieler wegen Portale abgesprungen wäre. Nach dem unverhofften 3:0-Erfolg beim TSV Jesingen unter dem Interimstrainerduo Sven Musiol/Pedro Pereira sieht die Welt auf der Alb wieder ein bisschen rosiger aus in Sachen Klassenerhalt. „Wir brauchen noch vier Punkte zur endgültigen Rettung“, glaubt Zintgraf. Bei noch acht ausstehenden Spielen eine durchaus machbare Angelegenheit für die SGEH-Kicker.

Etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet da die Suche nach einem neuen Trainer. „Es muss nicht unbedingt ein Spielertrainer sein“, so Zintgraf, der auch mit dem Interimsduo Musiol/Pereira weiterarbeiten könnte. Bisher liegen zwei Anfragen auf den Trainerposten vor, übereilen will man auf der Alb jedoch nichts. Zunächst steht das Nachholspiel am morgigen Donnerstag gegen Spitzenreiter TSV RSK Esslingen im Vordergrund.

Leicht verärgert reagiert Jesingens Abteilungsleiter Steffen Mauz auf die jüngste TSVJ-Negativserie mit drei Niederlagen in Folge. „Wir haben unsere gute Ausgangsposition leichtfertig verspielt.“ Im Heimspiel gegen den TSV Deizisau ist deshalb ein „Dreier“ fest eingeplant. Für die kommende Saison plant Mauz mit einer oder zwei Neuverpflichtungen. Andernfalls kann der TSV Jesingen jedoch auf seine erfolgreiche Jugendarbeit zurückgreifen. Mit Max Pradler und Dominik Nägelein sind zwei talentierte A-Juniorenkicker auf dem Sprung in die erste Mannschaft. Beide haben ihr Können im Laufe dieser Saison bereits unter Beweis gestellt. Dabei dürften sie gedanklich fast noch eher mit ihrem „normalen“ Tagesgeschäft befasst sein: Den Jesinger A-Junioren winkt nämlich der Aufstieg in die Bezirksstaffel.

Dass der TSV Notzingen den Klassenerhalt in der Bezirksliga erreicht, ist rechnerisch noch möglich – allein der Glaube daran fehlt im Eichert. Deshalb basteln TSVN-Abteilungsleiter Wolfgang Schäfer und Trainer Erwin Glaunsinger, der beim TSV Notzingen gerne weiterarbeiten würde, wenn ein klares Konzept gegeben ist, bereits an einem schlagkräftigen Team für die Kreisliga A. „Unser Ziel muss sein, dort in der kommenden Saison oben mitspielen zu können“, will Schäfer so schnell wie möglich wieder ins Bezirksliga-Oberhaus zurückkehren. Nach ersten Gesprächen mit den Leistungsträgern glaubt Schäfer, dass der Großteil der Mannschaft trotz des Abstieges zusammenbleiben wird. Für die morgige Begegnung beim Tabellenzweiten SV Ebersbach gilt es für die Eichert-Elf in erster Linie, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Alles andere als eine Niederlage wäre eine faustdicke Überraschung.

Im vierten Nachholspiel erwartet der SC Geislingen den seit sechs Spielen ungeschlagenen TSV Grafenberg. Bei sechs Punkten Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz zählt für die Geislinger von Trainer Heinrich Bruß nur ein Sieg.