Lokalsport

Jesinger sind alarmiert

Kreisliga A: Teckvereine im Abstiegskampf zum Punkten verdammt

Aus Sicht der Teckvereine steht in der Kreisliga A 2 der Abstiegskampf im Blickpunkt. Immerhin mischt wenigstens noch der TSV Weilheim II zumindest um die Aufstiegsrelegation in die Bezirksliga mit. Die Landesliga-Reserve hat übermorgen gegen Marsonia Frickenhausen eine relativ leichte Hausaufgabe zu bewältigen.

FC Nürtingen - TSV Jesingen (Helle Trikots)Zweikampf  (Mitte: Marc Kaisner Nr. 6 )
FC Nürtingen - TSV Jesingen (Helle Trikots)Zweikampf (Mitte: Marc Kaisner Nr. 6 )

Kirchheim. Der TV Neidlingen ist im Abstiegskampf wieder zuversichtlich. Spielertrainer Roland Schumacher (33) meinte nach dem 3:2-Sieg gegen den TSV Grafenberg: „Für die Moral war der Erfolg unheimlich wichtig. Aber jetzt müssen wir in Nürtingen nachlegen und den Sieg vergolden.“ Gegner SPV 05 Nürtingen ist Schlusslicht, hat mit elf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz nichts zu verlieren, zumal die Neidlinger von Personalproblemen geplagt sind. Neben Schumacher sind auch die Leistungsträger Nico Waldherr (23) und Dennis Heilemann (19) angeschlagen.

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In diesem Jahr noch ohne Erfolgserlebnis ist der TSV Jesingen. Nur noch vier Punkte trennen den Ex-Bezirksligisten vom Relegationsplatz zur „Sicherheitsliga“. Vor zwei Jahren war die Situation in der Bezirksliga ähnlich. Da kam am allerletzten Spieltag der Knock-out. Spielertrainer Marc Kaisner hat die schwierige Situation längst erkannt: „Wir sind nicht blauäugig. Aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir unsere Punkte noch holen werden.“ So richtig kritisieren will der Jesinger Coach seine Mannschaft nach den beiden Startniederlage nach der Winterpause nicht: „Die Stimmung ist gut. Wir haben nicht schlecht gespielt, jetzt sollten wir auch einmal dafür belohnt werden.“ Am Sonntag gastiert der TSGV Großbettlingen in den Lehenäckern – ein alter Bekannter aus besseren (Bezirksliga-)Zeiten. Die Gäste vom Staufenbühl haben mit erst 19 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Vier Treffer kassierten die „Bettlinger“ in der Vorrunde beim 4:4 gegen Jesingen.

Die TG Kirchheim ist als aktueller Tabellendreizehnter dabei, das Feld von hinten aufzurollen. Trainer Goran Popovic ist von seiner Mannschaft ganz begeistert: „Wir haben einen super Kader, geben immer Vollgas und spielen einen super Fußball. Bei uns geht es zu wie in einer großen Familie“. Nicht mehr so richtig wohl gefühlt hat sich allerdings Sando Giacobbe. Der Italiener, der im Laufe der Vorrunde vom TSV Ötlingen zur TG wechselte, war sich als Bankdrücker wohl zu schade und gönnt sich nun erst mal eine Auszeit. Popovic selbst ist nach seinem Wechsel vom TSV Jesingen noch zwei Spiele gesperrt. Am Sonntag in Grafenberg muss der Coach verletzungsbedingt wohl auch auf Robert Ivisevic und Tiago Santos-Araujo verzichten. Bisher ist die TG Kirchheim auswärts noch ohne Sieg, holte in zehn Spielen lediglich zwei Punkte. „Das wollen wir am Sonntag ändern“, so Popovic zuversichtlich.

Der TSV Weilheim II hat vergangenen Sonntag auf dem Staufenbühl beim TSGV Großbettlingen mit 0:1 verloren – ein (kleiner) Rückschlag auf dem Weg zu den Relegationsspielen in die Bezirksliga. Mit vier Punkten Rückstand auf den TSV Raidwangen ist in den restlichen zehn Spielen freilich noch alles möglich. Gegen Marsonia Frickenhausen steht die Landesliga-Reserve vor einer relativ leichten Hausaufgabe. Der Tälesclub offenbarte in den letzten Spielen immer wieder Konditionsmängel. Die beiden Niederlagen gegen den FC Frickenhausen II (1:4) und beim VfB Neuffen (2:4) kamen immer erst in der Schlussphase zustande.

Locker aufspielen kann die SGEH. Nach oben geht nichts mehr und es besteht auch keinerlei Abstiegsgefahr. Im heimischen Hardtwaldstadion gastiert am Sonntag der TSV Notzingen. Den Eichert-Kickern steckt noch das Nachholsspiel beim VfB Neuffen vom gestrigen Abend in den Knochen.

Der FC Frickenhausen II hat auf Platz 14 liegend bisher ziemlich enttäuscht. Mit dem TSV Grötzingen kommt der Tabellenführer ins Stadion Tischardtegart. Im Spiel zwischen dem TSV Beuren und dem TSV Raidwangen stehen sich zwei Teams gegenüber, die sich noch berechtigte Hoffnungen auf die Aufstiegsrelegation machen. Die Kurörtler holten aus den ersten beiden Spielen in diesem Jahr nur einen Punkt. Ganz anders der TSV Raidwangen mit der optimalen Ausbeute von sechs Zählern. Der VfB Neuffen erwartet auf dem Spadelsberg den FV 09 Nürtingen II. Beide Teams haben 30 Pluspunkte, was am Sonntag für ein Remis sprechen würde.