Lokalsport

Jobbörse als Pflichtveranstaltung

Wie kann der gemeine Sportverein seinen jugendlichen Mitgliedern über das reine Angebot des Sports hinaus weitere Perspektiven bieten? Eine Frage, die der VfL Kirchheim in Zusammenarbeit mit seinen Sponsoren zu beantworten versucht.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM Die Vorsitzende des größten Kirchheimer Vereins, Doris Imrich, hat die Zeichen der Zeit erkannt: "In Zukunft muss der Verein auch in Sachen Berufsfindung seinen jüngeren Mitgliedern helfen." Zu diesem Zweck hat der VfL in Kooperation mit seinem potentesten G

eldgeber, der Firma Mosolf, eine Kampagne zur Unterstützung der Jugend gestartet, die in einem Pilotprojekt zunächst nur in der Fußballabteilung durchgeführt wird. "Das ist mit den anderen Abteilungen abgesprochen", versichert Imrich, dass die Aktionen nicht durch interne Neider torpediert wird, "wenn es gut angenommen wird, ist so etwas auch in anderen Abteilungen denkbar."

Die Idee zu der gesamten Kampagne kam Imrich zusammen mit dem Hauptsponsor im Jugendbereich, Dr. Jög Mosolf. Dieser habe von vornherein Wert darauf gelegt, dass sich sein Engagement beim VfL nicht nur auf monetärer Ebene abspielt. "Er wollte neben dem Sport auch anderweitige Perspektiven anbieten und nicht nur als reiner Geldgeber auftreten", erinnert sich Imrich. Also wurde ein Rahmenvertrag ausgearbeitet, in dem vier gemeinsame Aktionen festgezurrt wurden, die zusammen durchgeführt werden sollten.

Den Start machte die Aktion gegen Drogen und Alkohol Anfang des Jahres, gefolgt vom Mosolf-Fußball-Cup im Sommer. Ehe Anfang nächsten Jahres die Aktion "Der Verein als Arbeitgeber" über die Bühne geht, steht am kommenden Mittwoch eine Art Jobbörse auf dem Programm. "Unsere sechs größten Sponsoren werden dort eine unverbindliche Informationsveranstaltung abhalten, die von uns als Verein moderiert wird", so Imrich. Dort, so der Wille der VfL-Chefin, sollen die Jugendlichen über die verschiedenen Ausbildungen, welche die Partner des VfL anbieten, informiert werden.

40 Jugendliche angeschrieben"Wir haben knapp 40 Jugendliche der Jahrgänge 88 bis 90 in der Fußballabteilung angeschrieben", beschreibt Imrich die Zielgruppe der Aktion: Kickende Schüler, die eine Berufsausbildung anstreben. Damit sie auch wissen, um was es für sie (und den Verein) geht, hat der VfL den Termin zur Pflichtveranstaltung erklärt. Schließlich soll die Aktion auch vereinsbindenden Charakter haben. "Die Zukunft der Vereine ist die Jugend", hat Imrich erkannt.

Umrahmt wird die Veranstaltung, die um 18 Uhr in der Kantine der Firma Mosolf beginnt, von einem Info-Stand der Agentur für Arbeit.