Lokalsport

Jürgen Rechner: Abflug auf die Alb

Ein Kirchheimer mit geglückter Premiere als Verbandsligatrainer, ein spektakulärer Spielerwechsel und Wetterprobleme am ersten Spieltag ging es in den Ligen der Region turbulent zu.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Er war der Goalgetter bei den A-Junioren des VfL Kirchheim in der Saison 2004/05: Moritz Straub. Nach einer Zwischenstation bei den A-Junioren des SSV Ulm versucht das Talent nun sein Glück beim Verbandsligaaufsteiger FC Donzdorf. Der erste Auftritt war gvielversprechend, Straub traf vergangenen Samstag für den Ligakonkurrenten des VfL Kirchheim kurz vor Schluss gegen die SpVgg 07 Ludwigsburg zum entscheidenden 1:0.

Was natürlich insbesondere FC-Trainer Giusepppe Forzano erfreute, der den einstigen VfL-Kicker zum Aufsteiger gelotst hatte. "Es war sicher ein glücklicher Sieg für uns", so Forzanos Kommentar, "Moritz hat zudem seine Einwechslung auf jeden Fall gerechtfertigt." Ein Sonderlob verteilte Forzano auch an Gaetano Caruana, einst für den VfL, den AC Catania und den TSV Notzingen in hiesigen Gefilden aktiv. Gestern weilte der neue Donzdorfer Trainer und Ex-VfL-Oberligakicker als Zaungast bei der Partie der Kirchheimer in Gärtringen. Was kein Wunder ist, denn schon bald, am 15. September, rückt der FC Donzdorf zur Verbandsligapartie in Kirchheim an.

Vor weniger als drei Monaten stand Jürgen Rechner noch im Tor der VfL-Verbandsligamannschaft, sprang damals für den verletzten Stammkeeper Patrick Gühring in die Bresche. Jetzt zog es den 34-Jährigen zur S

GEH, für die er bereits in der Saison 1997/1998 den Kasten gehütet hatte. Eingefädelt wurde der überraschende Wechsel von Marc Mayer, der nach dem Ablauf seiner Sperre ab Oktober ebenfalls wieder auch für die Spielgemeinschaft agieren wird. Der Owener informierte Rechner per Telefon über die aktuelle Torwartnot bei der SGEH und jener sagte spontan zu. Gestern hütete der frühere Dettinger bereits das Tor, kassierte Lob von Freund und Feind, feierte mit seinem neuen Team beim 1:0 in Grafenberg einen gelungenen Einstand in der Kreisliga A. Mit seinem bisherigen Club will Rechner noch Gespräche führen. "Ich würde beim VfL, wenn Not am Mann ist, gerne als Torwarttrainer aushelfen." Deshalb will er in den nächsten Tagen ein diesbezügliches Gespräch mit dem sportlichen Leiter des VfL, Norbert Krumm, suchen. Es zog vor fünf Jahren schon einmal einen VfL-Torwart auf die Alb: Wolfgang Bieda.

Eine Gemeinsamkeit gab es in allen lokalen Ligen am gestrigen Tag: Starke Regenfälle sorgten teilweise für große Probleme auf den Plätzen. Bei der Bezirksliga-Partie des TSV Jesingen gegen den TSG Zell (2:0) sorgten die Güsse von oben gar für eine Premiere. "Ich musste zum ersten Mal in meiner Karriere eine Partie unterbrechen", erzählte der Schiedsrichter des Derbys, der Blaubeurener Wolfgang Santer, nach dem Schlusspfiff. Immerhin ist der Referee aus dem Alb-Donau-Kreis schon seit 23 Jahren aktiv.

Sturzbäche auf dem Sportgelände sind in Weilheim spätestens seit dem diesjährigen Teckbotenpokal-Turnier nichts Ungewöhnliches. Und auch am ersten Spieltag erwischte es die Weilheimer gegen den Neuling TSV Neckartenzlingen wettertechnisch hart. "In der ersten Halbzeit gab es so große Pfützen auf dem Platz, dass sich der Ball bei einem Pass kaum fortbewegte", rekapitulierte Weilheims Spielertrainer Oliver Klingler, "es war eine richtige Wasserschlacht." Trotzdem: Die Gastgeber wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, siegten 4:1.

In der Kreisliga B6 hofft der TSV Owen in erster Linie auf die alsbaldige Genesung des Torjägers Florian Walter. Der Angreifer hatte sich beim Teckbotenpokal schwer an der Schulter verletzt. "Er fehlt uns an allen Ecken und Enden", betonte Owens Pressewart Harry Streicher nach der 0:3-Auftaktschlappe gegen die TG Kirchheim, "wir hoffen nur, dass nicht doch noch eine Operation der Schulter notwendig wird."