Lokalsport

Jungbrunnen sprudelt weiter

VfL-Fußballer verpflichten einen 17-Jährigen – Morgen Testspiel gegen VfB II

Der Jungbrunnen beim Fußball-Oberligisten VfL Kirchheim sprudelt weiter: Neben Rückkehrer Antonio Tunjic tummeln sich derzeit auch zwei 17-Jährige im Spielerkader. Einer ist als Neuzugang schon sicher.

THOMAS PFEIFFER

Kirchheim. Das erste Training nach rund vierwöchiger Pause liegt gerade mal 65 Stunden zurück, da wartet auf die Fußballer des VfL Kirchheim gleich ein echter Härtetest: Am morgigen Mittwoch kicken die Blauen gegen Drittligist VfB Stuttgart II an der WFV-Sportschule Nellingen-Ruit (Anpfiff um 18.15 Uhr). Die gute Nachricht: Trotz Schnee, Eis und Kältegraden ist das Freundschaftsspiel keineswegs absagegefährdet. Der beheizte Kunstrasen, den die Sportschule ihr Eigen nennt, macht‘s möglich.

Rolf Baumann will 22 Spieler mitnehmen – nur Emrah Polat, dem nach einem Muskelfaserriss Schonung auferlegt wird, und Torhüter Patrick Gühring (Urlaub) fahren nicht mit. Hingegen soll Oliver Otto (war erkrankt) wieder zum Kader hinzustoßen. „Alle Spieler werden 45 Minuten lang zum Einsatz kommen, sodass wir zwei völlig verschiedene VfL-Mannschaften erleben werden“, kündigte der Trainer an. Das Endresultat gegen die VfB-Amateure sei „völlig zweitrangig“, wichtig hingegen, dass die Mannschaft im Spiel „taktisches Verständnis entwickelt“.

Gut möglich, dass im kurzfristig ausgehandelten Spiel – das übrigens der in Kirchheim wohnhafte VfB II-Abteilungsleiter Helmar Müller (69) initiiert hatte – auch noch der 17-jährige Ardit Ujupaj zum Einsatz kommt: Der neuste VfL-Neuzugang kommt von den Reutlinger SSV-Junioren und hatte die Verantwortlichen in mehreren Probetrainingseinheiten überzeugt. „Eine Zukunftsperspektive für Kirchheim“, sagt Baumann über Ujupaj.

Ähnliches gilt für den gleichaltrigen Hilal Hussein, der sich in diesen Tagen ebenfalls im Kirchheimer Oberliga-Kader tummelt – nur dass der Mittelfeldspieler als Neuzugang noch nicht sicher ist. „Offen ist, wie hoch die Ablöse ist, die sein letzter Verein Tuna Spor Echterdingen verlangen wird“, wie VfL-Geschäftsführer Walter Rau sagt. Ganz konkret geht es darum, wie viele Einhundert-Euro-Scheine genau Echterdingen verlangt.

Auch Eigengewächs Marcel Helber zählt derzeit zum VfL-Kader, der bis zum ersten Oberliga-Nachholspiel gegen den ASV Durlach am 21. Februar insgesamt acht Testspiele bestreiten wird. Ob sich einer der Youngsters im Rennen um die Stammplätze letztlich für höhere Weihen empfehlen wird, ist offen. Auch Rolf Baumann gibt lieber keine Prog­nosen ab, sieht aber eine dankbare Option für die Nachwuchskicker. „Wenn sie den Sprung nicht schaffen, können sie ja noch bei den VfL-A-Junioren spielen.“ Die wollen schließlich in die Oberliga aufsteigen.

Anzeige
Anzeige