Lokalsport

Kaisners Verletzung trübt Jesinger Siegestaumel

Nun ist die Katze aus dem Sack: Dirk Heinemann (43) wird zur Rückrunde Trainer-Nachfolger von Markus Lepadusch beim B-Ligisten TSV Ötlingen. In der Bezirksliga feierte der TSV Jesingen seinen siebten Sieg in Serie.

WALTER RAU

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KIRCHHEIM Die Verantwortlichen des TSV Ötlingen haben ihr Ziel erreicht, zeitnah einen qualifizierten, nicht aus der Region stammenden Nachfolger für ihren zum 15. Dezember abtretenden Coach Markus Lepadusch zu finden. Am Donnerstag wurde der aus Deizisau stammende Dirk Heinemann der Mannschaft vorgestellt. Den B-Lizenz-Inhaber reizte nach einer dreieinhalbjährigen Pause das Fußballgeschäft wieder. Zuvor war er beim ASV Aichwald erfolgreich, den er nach drei Jahren mit dem Kreisliga-A-Aufstieg verließ. Aufmerksam wurde Heinemann im Übrigen durch das Ötlinger Job-Angebot in der Internet-Trainerbörse des WFV. Auf diese Idee kam Lepadusch selbst und gab den Tipp Ötlingens Abteilungsleiterin Angelika Koch. "Dass dies so gut geklappt hat, hätten wir auch nicht gedacht", so Koch. "Ich hatte ein positives Gesamtbild vom Verein gewonnen und habe dann zugesagt", freut sich Heinemann auf den TSVÖ.

Nach dem holprigen Start in die Runde hat sich Bezirksligist TSV Jesingen nun gewaltig gefangen und rangiert mit nur einem Punkt Rückstand auf Relegationsrang zwei mittlerweile auf Platz vier. Verantwortlich dafür ist der 3:1-Auswärtscoup beim nach wie vor Tabellenzweiten SC Geislingen gleichbedeutend mit dem siebten Sieg in Serie. Die "Gerstenklopfer" waren eigens mit einem Bus ins Eybacher Tal gefahren. "Wir spielen derzeit ohne Druck, selbstbewusst und sind mit den Spielen vollauf zufrieden. Auf der Rückfahrt hatten wir im Bus natürlich Party", so der gut gelaunte TSV-Abteilungsleiter Steffen Mauz nach der Partie. Eine Hiobsbotschaft müssen die Jesinger aber wohl verkraften. Im donnerstäglichen Training verletzte sich Spielertrainer Marc Kaisner mit Verdacht auf Kreuzbandriss.

Auch für den TSV Notzingen läuft es im Bezirksoberhaus derzeit wieder besser. Mit dem 8:1-Kantersieg beim designierten Absteiger FC Nürtingen 73 landete die Eichert-Elf den vierten Erfolg in den letzten fünf Spielen und verschaffte sich weiter Luft im Abstiegskampf.

In der Kreisliga A sind die SF Dettingen nach Punkten mit Spitzenreiter TSV Grafenberg gleichgezogen. Der TSV Ohmden leistete mit dem 1:0-Coup in Grafenberg Schützenhilfe. Dettingens Coach Peter Merkle war allerdings nach dem Remis beim Tabellenvorletzten 05 Nürtingen ziemlich angefressen: "Trotz aller Vorwarnung haben wir den Gegner unterschätzt. Ohne Einsatzbereitschaft geht eben nichts."

Rekordverdächtig dürfte indessen ein Tor in der A-Liga gewesen sein. Der Spielleiter des TSV Notzingen II, Jürgen Sommer, vermeldete gestoppte drei Sekunden bis zum Jubelschrei im Eichert. Kemal Telci, einer der vier im Eichert kickenden Telci-Brüder Ömer, Önder und Cengizhan komplettieren das Quartett nahm vom Anspielpunkt weg Maß und überlobbte den verdutzten Keeper des AC Catania. Es sollte der einzige Jubel beim TSV bleiben. Die Catanesen kamen später noch zum Ausgleich. Derweil ließ Ömer Telci, zu Saisonbeginn noch Trainer der Notzinger Bezirksliga-Truppe und momentan in der "Zweiten" aktiv, verlauten, dass er sich derzeit nach einem neuen Verein als Spielertrainer umschaut.