Lokalsport

Kampf statt Glanz: das neue VfL-Motto

Handball-Bezirksliga: Weilheims Minimalchance

Allmählich wird in der Handball-Bezirksliga der Schlussspurt eingeläutet – vier Spieltage stehen noch aus. Am Sonntag will der VfL Kirchheim bei der TuS Stuttgart die Tabellenspitze verteidigen. Der TSV Weilheim ist zu Gast beim SV Vaihingen.

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Kirchheim/Weilheim. Seit gut fünf Wochen steht der VfL Kirchheim an der Tabellenspitze – er hat die Rolle des Gejagten bis dato ordentlich gemeistert. Drei Siege aus den verbleibenden vier Spielen und der Aufstieg in die Landesliga wäre perfekt. Aber allmählich macht sich bei den Teckstädtern auch die eine oder andere Verschleißerscheinung bemerkbar, daher schraubt Trainer Ralf Wagner die Erwartungen an die Spielkultur seiner Mannschaft zwischenzeitlich auch etwas herunter. Mit Kampf und Einsatz will die VfL-Crew den Aufstieg trotzdem so schnell wie möglich perfekt machen.

Morgen fahren die Kirchheimer zur TuS Stuttgart. Auch dort erwartet die Zuschauer nicht unbedingt ein Handball-Leckerbissen, denn gegen die TuS tat sich der VfL in den letzten Jahren immer schwer und kassierte regelmäßig eine Niederlage. Ein Sieg beim Angstgegner würde daher für die entscheidenden Wochen noch einmal Auftrieb geben. Wagner hat, bis auf Matthias Mikolaj, alle Mann an Bord – aus personeller Sicht ein gutes Vorzeichen. Gespielt wird in der Sporthalle am Fernsehturm.

Ebenfalls gute Voraussetzungen hat der TSV Weilheim. Der Abwärtstrend von vier Spielen ohne Sieg wurde am vergangenen Spieltag gestoppt, als der TSV Wolfschlugen II besiegt wurde. Heute Abend gastiert der TSV beim SV Vaihingen, der wie Wolfschlugen im hinteren Tabellenfeld rangiert. Zwar läuft bei den Limburgstädtern spielerisch derzeit längst nicht alles glatt, dennoch war man unter der Limburg erleichtert, dass man das Siegen noch nicht verlernt hat.

Doch die Tabellenposition der Vaihinger täuscht ein wenig über ihr wahres Leistungsvermögen hinweg, stellen sie doch die beste Abwehr der Liga, an der sich die Weilheimer beim Hinspielsieg lange die Zähne ausbissen. Rechnerisch brauchen sie den zweiten (Relegations-)Platz freilich noch immer nicht ganz abschreiben. Allerdings brauchen sie die Patzer der Konkurrenz und ein kleines Handballwunder.

Ungünstigerweise tritt die Mannschaft ersatzgeschwächt an. Marco Schill ist aufgrund von Schmerzen im Wurfarm nicht einsatzfähig. Zudem muss Weilheim auf die Zettl-Brüder verzichten.

Neu ins Team rückt Johannes Wiesinger. Der Ex-Lenninger ist nach seiner Wirbelverletzung wieder genesen und soll in Vaihingen wie gewohnt die Weilheimer Defensive dirigieren. mp/pa/sam

VfL Kirchheim: Hamann, O. Latzel, Pisch – S. Latzel, Metzger, Schulenburg, Keller, Müller, M. Mikolaj (?), Weber, Bauer, Richter, Schafhitzel, J. Mikolaj, Pradler

TSV Weilheim: Rehkugler, Illi – Auweter, Bachofer, Eker, Klein, Planitz , Schorr, Seyferle, S. Sigel, T. Sigel, Weiss, Wiesinger