Lokalsport

Kampfgeist contra Cleverness

Nur um Haaresbreite scheiterte der TSV Owen im Viertelfinale des Handball-Bezirkspokals am Verbandsligisten aus Wolfschlugen. In einem packenden Pokalspiel behielten die Gäste mit 32:31 die Oberhand. Nach großem Owener Kampf verhinderte der Innenpfosten in letzter Sekunde eine mögliche Verlängerung.

OWEN Wieder einmal war die schlechte Chancenverwertung ausschlaggebend für die Niederlage der Tecksieben, die sich selbst der Chance auf den Einzug ins Pokal-Halbfinale beraubte. Gegen den kämpferisch starken und zumindest im zweiten Abschnitt spielerisch nicht immer überzeugenden Verbandsligisten wäre an diesem Abend mehr drin gewesen.

Anzeige

Den Beginn gestalteten beide Mannschaften ausgeglichen. Owen lebte von schnellen Kontern, während die "Hexenbanner" aus dem Spielaufbau gefährlich waren und die Owener Abwehr ein ums andere Mal alt aussehen ließen. Bis zum 9:9 nach 19 Minuten konnte sich jedoch kein Team absetzen. In der Folge waren es immer wieder vergebene Owener Chancen, die es den Gästen erlaubten, in Führung zu gehen. Zu oft scheiterten die TSV-Angreifer an Gästekeeper Thomas Riegel. So nahm der TSV Wolfschlugen beim Stand von 18:13 ein komfortables Torepolster mit in die Halbzeit.

Ein Vorsprung, der bis zum 18:23 in der 41. Minute Bestand hatte. Erst dann roch das Teckteam wieder Lunte und konnte verkürzen. Unter tosendem Beifall verkürzte Christoph Hoyler zum 22:23. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Die "Hexenbanner" fanden immer wieder Lücken im Owener Deckungsverband und zeigten sich außerdem wesentlich routinierter im Abschluss. Von elf Strafwürfen der Gäste fanden zehn ihr Ziel, während Owen bei fünf Versuchen dreimal scheiterte. Vor allem der 17-jährige Steffen Klett, mit sieben Treffern erneut erfolgreichster Torschütze, drückte der Owener Schlussoffensive seinen Stempel auf. Der TSV war wieder dran und konnte kurz vor Schluss nochmals auf 31:32 verkürzen. Im Gegenzug parierte Owens Torhüter Matthias Carrle einen Strafwurf. Owen blieben nun noch 27 Sekunden, um in Unterzahl den Ausgleich zu erzielen und sich in die Verlängerung zu retten. Doch die Defensive des Verbandsligisten hielt. Symptomatisch für den gesamten Spielverlauf: Der direkte Freiwurf von Christoph Hoyler bereits nach Spielende sprang vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld. Damit steht der TSV Owen kurz vor Weihnachten mit leeren Händen da, obwohl der Einzug ins Halbfinale greifbar war. Nach kurzer Pause beginnt bereits am 8. Januar der Ernst des Ligaalltags. Dann kommt der TSV Weilheim zum Derby in die Teckhalle.

br

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel; Blumauer (3), Dunkel (3), Güntner (1), C. Hoyler (4), H. Hoyler (1/1), Kazmaier (4), Kirchner (3), Klett (7), Schmid (2), Wahl (4/1).Schiedsrichter:

Washington/Gieß vom TSV Denkendorf.