Lokalsport

Kapitän Kazmaier fordert Geduld und Disziplin

Nachdem die SG Lenningen am vergangenen Samstag bei der 25:28-Niederlage gegen Wolfschlugen "Steigbügelhalter" für deren Tabellenführung war, müssen die Lenninger Verbandsligahandballer heute Abend gegen den TB Ruit Versäumtes nachholen.

LENNINGEN Gegen den TBR heißt es, die negative Heimbilanz etwas zu glätten. Zu Hause konnte die Rieke-Sieben nur drei Punkte holen, während es auswärts acht waren. Trotzdem kann sich die Saisonhalbzeit-Bilanz sehen lassen 11:11 Punkte. Es war nur ein Spiel dabei (24:38-Niederlage gegen Heiningen), bei dem der Liga-Neuling vom Wielandstein enttäuschte.

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Es ist noch keine vier Monate her, da gewann Lenningen zum Saisonauftakt 30:29 in Ruit. Heute, beim Rückspiel, will der Tabellenletzte (2:20) alles daransetzen, die Vorrundenscharte auszumerzen. Beim Turnerbund kam in der Vorrunde einiges zusammen: Mit mehreren verletzten Spielern begann der Saisonstart. Dann folgte nach dem vierten Spieltag die Trennung von Spielertrainer Jochen Bayer. Das Tabellenbild spiegelt nicht die wahre Leistungsstärke der Filder-Sieben wieder. Es gab knappe Niederlagen gegen Gmünd (36:37) und Schorndorf (30:31), aber auch beim einzigen Sieg gegen Esslingen (31:30) ging es eng zu. In Sachen Torewerfen brauchen sich Staiger und Co. nicht zu verstecken. Mit einem Trefferschnitt von 28,8 pro Spiel liegen sie besser als die SG (27,0).

Dass man trotz 32 Tore nicht gewinnen kann, liegt an der Abwehr. Das letzte Spiel gegen Biberach ging 32:35 verloren. Die SG muss auch beim Rückspiel wieder ihr Hauptaugenmerk auf den Ruiter Torjäger Daniel Ene richten, der zudem noch Verstärkung durch Frank Miller, Uwe Brinzing und Michael Müller bekommen hat. Und mit noch einem "Pfund" können die Ruiter aufwarten: Vier Jahre Verbandsligaerfahrung.

Wie wertvoll diese sein kann, hat die SG am letzten Samstag gegen Wolfschlugen leidvoll erfahren. Es kommt ganz selten vor, dass man mit zehn Zeitstrafen ein Spiel gewinnen kann. Just an diesem Punkt hakt Mannschaftskapitän Steffen Kazmaier ein und mahnt nochmals zur Geschlossenheit: "Wir müssen in den entscheidenden Phasen mit Geduld spielen und von der Bank bis zum Linksaußen disziplinierter auftreten. Zehn Minuten außer Kontrolle werden in dieser Klasse sofort bestraft."

Wichtig wäre ein doppelter Punktgewinn auch deshalb, weil im Januar/Februar eine Dreier-Serie von Auswärtsspielen (Schorndorf, Heiningen und Gmünd) auf die Lenninger zukommt. Und bis dahin hofft man bei den Blauen, dass Christoph Wiesinger und Manuel Rudolph wieder fit sind. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Sebastian Baumann, der an einer Bänderdehnung laboriert. Mit oder ohne ihn, die Mannen um Bruno Rieke wollen bei der sonntäglichen Abteilungs-Weihnachtsfeier zwei Punkte auf dem Gabentisch präsentieren.

Spielbeginn ist heute um 20 Uhr in der Sporthalle Lenningen.

döl

SG Lenningen:

Sven Lamparter, Tombrägel Baumann, Braunwarth, Kazmaier, Kirschmann, Jan Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, Joachim Wiesinger.