Lokalsport

Karows Formkurve zeigt weiter steil nach oben

Bei der Segelflug-WM im schwedischen Eskilstuna kommt Holger Karow immer besser in Schwung. Der Nimbus-4-Pilot von der Hahnweide wurde am siebten Flugtag mit 116,7 km/h über eine Distanz von 229,2 Kilometer Vierter und belegt damit nun den achten Platz in der Gesamtwertung.

LOTHAR SCHWARK

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"Im Nachhinein war die Tagesstrecke ein bisschen zu kurz ausgeschrieben", meinte ein durchaus zufriedener Karow nach der Landung. "Ich hätte an diesem Tag noch ein bisschen mit dem Abflug warten sollen." Bei Steigwerten von über drei Metern und einer Arbeitshöhe von 1800 Metern war ein rasches Vorankommen garantiert. So fand der Hahnweid-Pilot tragende Aufwindstraßen, die man im azurblauen Himmel eigentlich nicht vermutete. Unterwegs konnte er sogar dem zweiten deutschen Piloten in der Offenen Klasse, Michael Sommer, wertvolle Zusatzinformationen liefern. "Etwa die Hälfte der Strecke haben wir uns bei der Thermiksuche gut ergänzt", berichtet Karow.

512 Punkte fehlen ihm derzeit noch, um den Engländer Peter Harvey vom dritten Platz verdrängen zu können. "Das wird aber nur möglich sein, wenn sich die Konkurrenz vor mir durch eigene Fehler aus dem Rennen schießt", bleibt er realistisch. Mit einer guten Teamleistung erflogen sich die Engländer Russell Cheetham (ASW-22 BLE/121,5 km/h) und Peter Harvey (Nimbus 4/121,5 km/h) die Plätze eins und zwei am siebten Flugtag.

Wieder im Spitzenfeld dabei ist der Deutsche Michael Sommer (ASW-22 BLE) auf Platz drei mit 120,8 km/h. Nach anstrengenden Flugtagen, nutzte die Wettbewerbsleitung am Mittwoch eine durchziehende Schlechtwetterfront zu einem Ruhetag für die Piloten. So bleiben Karow noch drei Tage, um sich im WM-Rennen weiter nach vorne zu fliegen.

Die Gesamtwertung nach sieben Flugtagen:

1. Michael Sommer (GER/ASW-22 BLE) 5525 Punkte; 2. Giorgio Ballarati (ITA/eta) 5444; 3. Peter Harvey (GB/Nimbus 4) 5391; 8. Holger Karow (GER/Nimbus 4) 4879.