Lokalsport

Katrina sorgt für leichte Boliden

Mit den Plätzen 12 nach einer Startkarambolage (Speedworld GT Challenge) und drei (American Le Mans Serie, GT) beendete Automobilrennfahrer Wolf Henzler seinen Doppelstart im Porsche am Wochenende.

EBERHARD STRÄHLE

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BOWMANVILLE Automobilrennfahrer Wolf Henzler vom Motorsportclub Kirchheim/Teck absolvierte am Wochenende wiederum einen Doppelstart im Porsche-Sportwagen. Anlässlich des Labour Day Weekends im Rahmen des Grand Prix of Mosport in Bowmanville/Ontario, Kanada, beendete Henzler, nachdem er in eine Startkarambolage verwickelt war, den zehnten Lauf zur Speedworld GT Challenge nur als Zwölfter. Beim Rennen der American LeMans Serie (ALMS) fuhr der Nürtinger nach einem hervorragenden Rennen mit Copilot Mike Rockenfeller im Porsche 911 GT3 RSR des amerikanischen BAM-Teams den dritten Platz heraus.

Henzler hatte sich für seine beiden Renneinsätze beim Grand Prix of Mosport sehr viel vorgenommen: "Ich wollte bei der Speed GT mein Punktekonto erhöhen." Das Training lief ordentlich, Henzler stellte den Farnbacher-Loles-Porsche 911 Cup im Qualyfiing auf den sechsten Startplatz. Schützenhilfe erhielt der Nürtinger von US-Boy Patrick Long, der in diesem Rennen den zweiten Farnbacher-Porsche fuhr. Nach einem furiosen Start drehte sich Max Papis im Feld so unglücklich und brachte dabei noch elf andere Piloten in große Schwierigkeiten. Auch Henzler ("ich musste vom Gas gehen. Der hinter mir Fahrende schob mich ins Kiesbett") blieb nicht unverschont, musste auf seine Bergung lange warten und beendete das Rennen auf der 3,950 Kilometer langen Rennstrecke in Kanada mit vier Runden Rückstand auf dem zwölften Rang. Seinen vierten Gesamtplatz konnte Henzler damit halten.

Im Pulk der GT2-Rennsportwagen in der ALMS-Serie lief es für den Diplomkaufmann weitaus besser. Mike Rockenfeller stellte den GT3 RSR trotz Fahrwerksproblemen auf den sechsten Startplatz. Die Rennzeit war um 15 Minuten verkürzt worden: Der Wirbelsturm Katrina in den USA sorgte dafür, dass es den Boxen an Kraftstoff mangelte. Auf Grund des leichteren Boliden befürchtete Henzler "eine leichte Tendenz zum Untersteuern des Wagens". Der Mann sollte recht behalten.

Nach dem Start konnte sich Henzler-Kollege Rockenfeller zeitweise auf den dritten Rang vorarbeiten und den auch halten. Aber durch eine Fahrwerksänderung nach dem Warmup stellte sich ein zu heftiges Untersteuern und ein damit verbundener hoher Reifenverschleiß ein. Henzler übernahm nach 75 Minuten den Porsche, blieb beim Angriff auf die Spitze letztendlich aber chancenlos. "Ich habe versucht, so reifenschonend wie möglich zu fahren", sagte Henzler. Dieweil beim Porsche-GT3 RSR von Jon Fogarty der Motor platzte und bei der Paarung Timo Bernhard/Romain Dumas der Gaszug Probleme machte.

"Es war ein crazy race"Am Ende fuhr der Nürtinger auf Platz drei unter den gehabten Umständen ein tolles Resultat, dass der Schwabe so kommentierte: "Es war ein crazy Race. Ich kann es kaum glauben, dass wir Dritter wurden."

Sein nächstes Rennen bestreitet Henzler am 1. Oktober auf der Rennstrecke in Road Atlanta im US-Staat Georgia. Hier starten die ALMS- Fahrzeuge beim 1000-Meilen-Rennen, das eine Renndauer von ungefähr neun Stunden ausweist. Das Cockpit seines BAM-Porsches teilt er sich dann wieder mit Mike Rockenfeller und, als drittem Fahrer, dem Dänen Martin Jensen.