Lokalsport

Katz- und Maus-Spielmit dem Schlusslicht

Einen Pflichtsieg landete Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen beim 6:0 über Schlusslicht TSV Gräfelfing.

OLAF NÄGELE

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FRICKENHAUSEN Mit närrischen Treiben, Luftschlangen und Konfetti hatte das, was an diesem Sonntagnachmittag in der Sporthalle auf dem Berg in Frickenhausen über die Bühne ging, nichts zu tun. Stattdessen war zu sehen, wie der TTC Frickenhausen seine Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht TSV Gräfelfing löste. Mit 6:0 gewann der TTC fast schon erwartungsgemäß, nach nur 70 Minuten Spielzeit war die Pflicht erfüllt - nicht mehr und nicht weniger.

Selbst die geänderte Doppelpaarung, für Bojan Tokic spielte Jörg Schlichter an der Seite von Ma Wenige, war keine Überraschung. Trainer Qiu hatte sein "Experiment" bereits vor dem Spiel angekündigt. Schlichter, der in der letzten Woche seinen Titel zum Baden-Württembergischen Meister verteidigte und in der 2. Bundesliga eine unglaubliche Bilanz von 25:1 Punkten erspielt hat, machte seine Sache gut. Mit einer soliden Leistung besiegten er und sein Partner Ma das Duo Demleitner/ Yahmed mit 3:1. Ganz zufrieden war der Youngster nicht: "Das Spiel lief nicht ganz optimal", sagte er im Anschluss, "aber gegen Gräfelfing hat es gereicht." Ob diese Doppelformation jedoch Bestand haben wird, dazu wollte sich Schlichter nicht äußern. "Das ist eine Entscheidung, die der Trainer zu treffen hat."

Am Nebentisch hatte das erfolgverwöhnte Doppel Wosik/Lundquist mit Schauer/Lei wesentlich mehr Probleme. Schon im ersten Satz mussten sie in die Verlängerung, gerieten sogar mit 1:2 in Rückstand und bogen erst zum Ende des vierten Satzes auf die Siegergerade ein. Erstaunte Gesichter waren auch nach dem ersten Satz der Begegnung Ma Wenge gegen Lei Yang zu sehen. Der Chinese im Trikot der Gräfelfinger fertigte Frickenhausens Nummer 1 zunächst mit 11:5 ab, bevor Ma seine technische Finessen ausspielen konnte und im Eiltempo das Spiel zu seinen Gunsten entschied. Ab diesem Moment schien die Gegenwehr der Gräfelfinger zu schwinden.

Jens Lundquist hatte es in der zweiten Box mit "Favoritenschreck" Martin Schauer zu tun, der jedoch an diesem Nachmittag niemanden schrecken konnte. Der Schwede musste meist nur warten bis Schauer Fehler unterliefen. Und die häuften sich. Resultat: ein müheloses 3:0 für Lundquist. Auch Torben Wosik und Bojan Tokic ließen in ihren Spielen nichts anbrennen. Weder Yahmed noch Demleitner konnten punkten und so war nach 70 Minuten der 6:0-Sieg perfekt. Alles wie erwartet. Manager Reuhl äußerte sich zufrieden: "Wir haben zu Null gespielt, das war wichtig. Aber man hat gesehen, wie schwer es ist, sich gegen einen solchen Gegner zu motivieren."

Vorerst belegt das Team aus dem Neuffener Tal den begehrten 4. Platz, der zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt. Schützenhilfe bekam der TTC von den Tischtennisfreunden Ochsenhausen (6:4 gegen den SV Plüderhausen) und von Würzburg. Die Franken besiegten Mitkonkurrent Gönnern mit 6:3. In drei Wochen muss der TTC nach Gönnern.

TTC Frickenhausen - TSV Gräfelfing 6:0: Ma/Schlichter - Demleitner/Yahmed 11:7, 8:11, 11:5, 11:8, Lundquist/Wosik - Schauer/Lei 12:10, 9:11, 9:11, 11:8, 11:5, Ma - Lei 5:11, 11:2, 11:5, 11:6, Lundquist - Schauer 11:6, 11:8, 11:5, Wosik - Yahmed 11:8, 11:8, 11:5, Tokic - Demleitner 11:4, 11:6, 11:7.