Lokalsport

Kein Geschenk nach Stuttgart

Gehandicapter VfL erkämpft 9:4-Sieg

Die Kirchheimer Verbandsliga-Cracks können doch noch siegen: Gegen den abstiegsbedrohten Tabellensiebten DJK SB Stuttgart gab es einen souveränen 9:4-Heimsieg. Obwohl es fast um nichts mehr ging für die Teckstädter, zogen sie drei Spieltage vor Schluss noch einmal alle Register.

Hellwach und derzeit in Topform: VfL-Spieler Klaus Hummel (hinten) drehte einen 1:9-Satzrückstand noch um.Archiv-Foto: Natalie B
Hellwach und derzeit in Topform: VfL-Spieler Klaus Hummel (hinten) drehte einen 1:9-Satzrückstand noch um.Archiv-Foto: Natalie Becker

Kirchheim. Nach dem jüngsten Niederlagen-Doppelpack wollten die Kirchheimer diesmal unbedingt gewinnen – schließlich soll die Saison anständig beendet werden. Der Auftakt verlief fast optimal. Das Einserdoppel Hummel/Klyeisen gewann mit 3:2 gegen Föhl/Schulze-Kadelbach. Am Nebentisch harmonierten Hohl/Geßner ebenfalls und gewannen glatt 3:0 gegen das Stuttgarter Spitzendoppel. Nur Stoll/Glöckner, Kirchheims Doppel Nummer drei, verlor mit 1:3. Damit führten die Kirchheimer 2:1.

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Im Einzel ging Geßner angeschlagen an den Start und verlor 1:3 gegen Max Föhl. Am Nebentisch machte es Michael Klyeisen besser. Er setzte sich klar in drei Sätzen gegen den 15-jährigen Gabriel Gaa durch. Im mittleren Paarkreuz unterlag Michael Hohl nach fünf hart umkämpften Sätzen schließlich 2:3 – im letzten Satz mit 9:11. Der zurzeit in Topform spielende Klaus Hummel ließ im Spiel gegen Schulze-Kadelbach nichts anbrennen und siegte deutlich mit 3:0. Steffen Stoll setzte sich klar in drei Sätzen gegen den jungen Ersatzmann Bernd Müller durch. Ersatzspieler Franz Glöckner, der für Axel Schorradt ins Team rückte, unterlag allerdings Ferry Kapic – damit führten die Kirchheimer nur noch 5:4.

Doch jetzt kam die VfL-Zeit: Der zweite Durchgang stand unter einem guten Stern. Geßner, der gegen die junge Baden-Württemberg-Hoffnung Gabriel Gaa spielen musste, gewann trotz Schmerzen klar mit 3:0. Michael Klyeisen ließ Max Föhl ebenfalls keine Chance und gewann in drei Sätzen. Das 7:4, und nun wurde es spannend: Gegen Matthias Schulze-Kadelbach war Michael Hohl in den ersten zwei Sätzen klar überlegen, kassierte dann aber den 2:2-Ausgleich. Doch Hohl fand zurück zu seiner Form und gewann den fünften Satz in der Verlängerung schließlich mit 12:10. Das 8:4.

Klaus Hummel konnte gegen Tim Kimmerle den Sack nun vollends zumachen. Nachdem er den ersten Satz klar mit 11:5 gewonnen hatte, drehte Kimmerle allerdings den Spieß um und ging 9:1 in Führung – es roch nach Satzausgleich. Pustekuchen: Hummel blieb eiskalt und siegte in der Verlängerung mit 15:13. Der dritte Satz war für Hummel dann reine Formsache.

Nach diesem Heimsieg müssen die Kirchheimer jetzt noch zwei Mal auswärts ran, wobei die jeweiligen Voraussetzungen unterschiedlicher kaum sein könnten: Erst geht es gegen den Tabellenführer und vo­raussichtlichen Meister SpVgg Satteldorf, danach gegen den Tabellenletzten SV Deuchelried. Mit zwei Punkten aus beiden Partien und etwas Glück könnte am Saisonende Tabellenplatz fünf herausspringen.sg