Lokalsport

Kein Schiedsrichter-Mangel

KLAUS-DIETER LEIB

GRÖTZINGEN Bei seinen letzten Ausführungen als Staffelleiter gab Willi Bosch noch einmal einen Rückblick auf die abgelaufene Saison. Etwas überraschend war für Bosch, dass der SC Geislingen nach einem zwischenzeitlich großen Vorsprung doch noch den Meistertitel verspielte. Dazu gab es eine deutliche "Verbesserung" in der Fair-Play-Wertung, denn mit dem TSV Jesingen, dem TSV Deizisau und dem TSV Grötzingen blieben gleich drei Mannschaften ohne Sperrstrafen. Dabei belegte Aufsteiger TSV Deizisau mit nur einer Gelb-Roten Karte den ersten Platz in der Fair-Play-Tabelle der Bezirksliga.

Mit 487 Schiedsrichtern besitzt der Bezirk Neckar-Fils unter den Bezirken die meisten Unparteiischen, was Schiedsrichterobmann Klaus Bühler besonders freut. Dennoch waren es insgesamt 40 Referees weniger als in der letzten Saison. Für Schiedsrichterobmann Klaus Bühler gibt es aber keinen Grund zum Bangemachen, denn zur Zeit finden gerade Neulingslehrgänge statt mit bereits über 75 Teilnehmern. Nicht nur mit den Schiedsrichterzahlen ist der Bezirk Neckar-Fils spitze, sondern auch mit 13 hochwertigen Gespannen von der Regionalliga bis zur Landesliga. Vor allem Arno Blos von der Schiedsrichtergruppe Esslingen hält die Bezirksfahnen hoch: Er bestreitet neben seiner Tätigkeit in der Regionalliga auch Spiele als Assistent in der zweiten Bundesliga. Mit dem Nürtinger Johannes Steck, Verbandsliga-Aufsteiger Kai-Marc Lechner aus Esslingen und Verbandsliga-Schiri Andreas Iby besitzt der Bezirk ausgezeichnete Schiedsrichter. Vor allem von Lechner, der ins zweite Verbandsliga-Jahr geht, ist Bühler begeistert: "Von Kai-Marc ist noch einiges zu erwarten."

Bei den Bestandszahlen der Vereine zeigte sich für den Schiedsrichterobmann ein erfreuliches Bild. Bis auf Aufsteiger TSV RSK Esslingen besitzt jeder Verein zumindest einen Schiedsrichter und mit 17 Unparteiischen steht der TSV Deizisau unangefochten auf dem ersten Platz. Der Sportgerichtsvorsitzende Hans Sattmann war mit der vergangenen Saison zufrieden. Es gab weniger Urteile als im Vorjahr. Insgesamt mussten 674 Aktiven- und 456 Jugendurteile gefällt werden. Auf einige wichtige Punkte wies Sattmann besonders hin: Bei einem grob unsportlichen Verhalten kann eine Mannschaft bis zu 3000 Euro Geldstrafe erhalten und zudem droht ein Punktabzug bis zu neun Zählern. Wenn eine Sperrfrist in die freie Spielzeit fällt, ist mit einer zusätzlichen Geldstrafe zu rechnen.

Bei einem Einsatz eines A-Juniorenspielers ist darauf zu achten, dass nur der ältere Jahrgang mit einer Sondererlaubnis des WFV in der aktiven Mannschaften spielen darf. Bei der Vollendung des 18. Lebensjahres braucht der Junior diese Erlaubnis allerdings nicht. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass ein Juniorenspieler an einem Spieltag nur einmal in der ersten oder zweiten Mannschaft eingesetzt werden darf. Bei den Relegationsspielen ist wichtig, dass kein Stammspieler der ersten Mannschaft eingesetzt werden darf.

Verbot für "Anleihen"Die anderen Kader-Spieler der höher spielenden Mannschaft dürfen in den letzten vier Punktspielen einer Saison unterklassig nicht zum Einsatz kommen.

Der Bezirksvorsitzende Karl Wieland bedauerte in seiner Ansprache den Rücktritt von Staffelleiter Willi Bosch und beglückwünschte Arnold Ardelmann zu dessen einstimmiger Wahl. Des Weiteren stellte Wieland fest, dass im Bezirkspokalfinale erstmals keine Bezirksliga-Mannschaft vertreten war. Die neue Spielrunde beginnt mit dem Bezirkspokal am 18. August und endet am 1. Juni 2008.

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