Lokalsport

Kein SG-Wunder gegen den Tabellenführer

Was die Damen der SG Lenningen am Samstagabend gegen den Tabellenführer Heiningen boten, verdient Anerkennung. Kullens letztes Aufgebot schlug sich mehr als achtbar und verlor nur knapp mit 20:23 (12:10).

LENNINGEN Besonderer Respekt gebührt SG-Spielführerin Nicole Schmid, die noch am Freitag grippekrank darnieder lag und mit einer bravourösen Leistung ihre Kameradinnen beflügelte. Da rieb sich manch spät gekommener Tribünengast die Augen. Nach zwölf Minuten lag Lenningen 6:1 vorne. TSV-Coach Gerd Römer nahm eine Auszeit und justierte seine Mannschaft neu. Jetzt zog Heiningen ein gekonntes Laufspiel mit vielen Kreuzbewegungen auf, verfing sich aber immer wieder in der SG-Abwehr, die sicher stand. Die TSV-Gegentreffer resultierten überwiegend aus schnellen Gegenstößen, wenn Lenningen im Abschluss schwächelte. Ansonsten zeigten die Gastgeberinnen eine gute Disziplin, hielten den Ball geschickt in den eigenen Reihen, um dann überraschend zum Wurf anzusetzen. Besonders Niki Schmid, Karin Sliwka und Katrin Ulmer brachten TSV-Torfrau Ute Hof ein ums andere Mal in Verlegenheit. Die 12:10 Pausenführung war mehr als verdient.

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Im zweiten Abschnitt forcierte der Tabellenführer das Tempo. Besonders Sabrina Schelling drückte aufs Tempo. Dem versuchte SG-Coach Hubert Kullen mit "dosiertem Auswechseln" entgegenzusteuern. Bis zur 38. Minute hielt Lenningen die Führung. Danach setzte sich die stärkere Physis der Gäste durch. Was bei der SG in der ersten Hälfte funktionierte der schnelle, überraschende Abschluss kam nur noch selten zum Tragen. Die Konzentration ließ nach. Karin Sliwkas und Amrei Vogelmanns Würfe fehlte die Präzision. Was einige Male gut gelang, waren die Anspiele auf die Linksaußenposition zu Katrin Ulmer. Ihre Abschlussquote war sehr gut. Nur wurde sie zu selten ins Spiel eingebunden. Noch einmal beim 17:18-Gegentreffer von Nicole Schmid (49.) keimte Hoffnung auf. Doch Heiningens Angriffs-Trio Saskia Seyfang, Julia Phillip und Sabrina Schelling machten mächtig Druck und erhöhten auf 21:18 vier Minuten vor Schluss.

Zuvor wirkte der SG-Angriff in einigen Situationen zu konfus. Die Gastgeberinnen wollten das schnelle Tor erzielen. Das rächte sich gegen die immer besser ins Spiel kommenden Gäste, zumal Lenningen konditionell nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Bis auf eine: Niki Schmid. Ihr gutes Auge gepaart mit großer Erfahrung machte einiges wett. Die Treffer zum 19:22 und 20:23 gingen auf ihr Konto.

döl

SG Lenningen:

Vöhringer, Hahn; Schmid (9/3), Ulmer (3), Dick (2), Sliwka (2), Timar (2), Baermann (2), Kazmaier, Vogelmann. Zuschauer:

100. Schiedsrichter:

Hirneise/Kehr, SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen leiteten sicher.