Lokalsport

Kein Versteckspiel mit Freiberg

Der letzte Heimsieg der Kirchheimer Oberliga-Fußballer liegt fast fünf Monate zurück

Preisfrage: Von wann datiert der letzte Kirchheimer Oberliga-Heimsieg? Antwort: Vom 27. Oktober 2007 – damals kämpften die VfL-Fußballer den SV Linx mit 2:1 im Stadion an der Jesinger Allee nieder. Fast fünf Monate also ist‘s her. Deshalb wär‘s jetzt an der Zeit, das nächste Erfolgserlebbnis in heimischen Gefilden zu feiern. Die Chance dazu bietet sich im vorgezogenen Spiel gegen den SGV Freiberg morgen Abend (ab 19.30 Uhr).

KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. Obwohl der VfL Kirchheim in den Spielen 2008 beim FC Nöttingen (1:1), gegen den FC Villingen (2:2) und im Waldhof-Stadion (1:2) gute Kritiken erntete, gab es (zu) wenig Punkte – nur deren zwei. Zwischen gezeigter Gut-Leistung und schwacher Zählerausbeute klaffte also eine Lücke. Dennoch ist das Kirchheimer Trainergespann mit der Punktebilanz nicht unzufrieden. „Jeder Punkt hilft uns weiter“, sagt Michael Rentschler. Bislang waren die Blauen mehr oder weniger deutlich in der Außenseiterrolle – das ändert sich jetzt: Den Tabellen-14. VfL und den Tabellenelften SGV Freiberg sieht Rentschler auf Augenhöhe.

„Freiberg ist eine Mannschaft, vor der wir uns nicht zu verstecken brauchen“, glaubt Rentschler an Waffengleichheit im 90-Minuten-Duell. So sieht er der kommenden Aufgabe zuversichtlich entgegen. Die gezeigte Leidenschaft und der Teamgeist der VfL-Spieler machen Hoffnung auf den angestrebten „Dreier“. Für den VfL-Coach ist es deshalb wichtig, dass die Mannschaft im Flutlichtspiel am Freitag dieselben Tugenden zeigt. „Wenn uns dies gelingt, werden wir auch erfolgreich sein“, orakelt er. Personell stimmt‘s im Mannschaftskader. Die Kirchheimer können aus dem Vollen schöpfen.

An das Vorrundenspiel erinnern sich die Teckstädter mit gemischten Gefühlen. Damals, am vierten Spieltag der neuen Saison, gab es zwar eine 1:2-Niederlage, doch auch Torchancen in Hülle und Fülle: Es war eines der besten VfL-Spiele in der laufenden Spielzeit. In keinem Spiel zuvor oder danach hatten die Blauen sich mehr Einschussmöglichkeiten erspielt als in Freiberg. Umso ärgerlicher, dass es letztlich nicht reichte, die verdiente Ernte einzufahren. Folgt morgen die Revanche dafür?

Nach schwachem Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge – gegen den VfL gab es den ersten Oberliga-Dreier für die SGV – hat sich der morgige VfL-Gegner im hinteren Tabellendrittel inzwischen gefestigt. Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz (derzeit vom VfR Mannheim belegt) beträgt 13 Punkte. Besonders der 4:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer SC Freiburg II hat gezeigt, dass das Team an einem guten Tag zumindest daheim fast jeden Gegner schlagen kann.

Allerdings ist die Elf von Trainer Marcus Wenninger nicht besonders gut aus den Startlöchern gekommen. Gründe dafür waren Verletzte und der Abgang von Toptorjäger Michael Schürg zum Ligakontrahenten SSV 1846 Ulm.

Zu all den Sorgen kam auch noch Pech hinzu

Zu all den Sorgen kam auch noch Pech hinzu: SGV-Angreifer Marco Grüttner fällt in den nächsten Wochen aus. Die bei der 0:2-Niederlage in Ulm zugezogene Verletzung stellte sich als Zehenbruch heraus. Dies trifft Marcus Wenninger besonders hart: In der Vorbereitung hatte Grüttner mit zahlreichen Treffern gute Frühform bewiesen.

Der Gegner kommt morgen also weder in Bestform noch in Bestbesetzung an die Jesinger Allee: Zwei Hoffnungen mehr auf einen VfL-Dreier.

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