Lokalsport

Keine leichte Kost am Samstagabend

Handball-Bezirksliga: Alle drei Teckteams stehen heute auswärts vor schweren Aufgaben – Owen muss zum Tabellenführer

Samstagabendschicht für die drei Teckteams in der Handball-Bezirksliga. Der TSV Owen hat beim Tabellenführer Dettingen/Erms die höchste Hürde zu nehmen. Im Falle einer Niederlage könnte der TSV Weilheim die Owener in der Tabelle heute überholen. Voraussetzung: ein Punkt in Denkendorf. Für die SG Lenningen geht es gegen den Dritten, SG Hegensberg-Liebersbronn, um den Anschluss ans Mittelfeld.

Handball-Bezirksliga: Owen(geolb) - Dettingen/Erms (rot)   Nr 6 Fabrizio Tosca
Handball-Bezirksliga: Owen(geolb) - Dettingen/Erms (rot) Nr 6 Fabrizio Tosca

Owen/Weilheim/Lenningen. Die Handballer des TSV Owen haben am heutigen Samstag eine schwere Auswärtsaufgabe vor der Brust. Tabellenführer TSV Dettingen/Erms hat sich in dieser Saison erst eine Niederlage geleistet. Die stammt aus dem Duell mit dem aktuellen Tabellendritten SG Hegensberg/Liebers­bronn. Schon in der Hinrunde hatten die Ermstäler in der Owener Teckhalle keinerlei Probleme mit dem Gegner, waren die klar dominierende Mannschaft. Das soll diesmal anders sein, zumindest wenn es nach dem Willen von Owens Coach Sinisa Mitranic geht. Dem Gegner wenig Raum für sein gefürchtetes Offensivspiel lassen, lautet die Devise des Trainers. Vor allem Eric Klinger gilt es aufseiten der Ermstäler an die Kette zu legen. Er ist ein Spieler, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann.

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Mitranic ist froh, dass sein Kader rechtzeitig wieder Zuwachs erhält. Mosca und Fischer sind wieder zurück, nur Johannes Martin wird aufgrund anhaltender Schulterprobleme weiterhin ausfallen. Inwieweit den Teckstädtern das hart umkämpfte Pokalspiel unter der Woche noch in den Knochen steckt, weiß keiner. „Wir können völlig frei aufspielen und haben nichts zu verlieren“, meint Torhüter Thomas Langlinderer. Spielbeginn ist heute Abend um 20 Uhr in der Sporthalle Neuwiesen in Dettingen/Erms.

Der TSV Weilheim bekommt es zeitgleich mit dem TSV Denkendorf zu tun. Nach einer überzeugenden Vorstellung trotz dünner Personaldecke im Heimspiel gegen Wolfschlugen hoffen die Weilheimer, dass der Aufwärtstrend anhält. Seit der Vorweihnachtszeit ist die Mannschaft von Thomas Burger auf der Suche nach ihrem Rhythmus. Auch zu Beginn der Rückrunde gab es immer wieder Rückschläge einzustecken. Erst im letzten Spiel gegen den TSV Wolfschlugen II, als man es am wenigsten erwartete, bot die personell geschwächte Burger-Sieben wieder eine starke Leistung. Inzwischen ist der TSV Fünfter der Tabelle und könnte mit einem Punktgewinn heute beim Drittletzten diese Position ausbauen und damit vielleicht wieder stärkste Kraft in der Teckregion werden. Das Hinspiel gewann der TSVW zu Hause knapp mit 29:28. An die Spiele in Denkendorf haben die Weilheimer allerdings keine besonders guten Erinnerungen. Meist entwickelten sich kampfbetonte und spannende Partien, unabhängig von der jeweiligen Tabellenkonstellation. Die Gastgeber waren dabei in den eigenen vier Wänden immer die stärkere Mannschaft. Dass mit Marcel Steinke vor der Saison ein Denkendorfer die Führung im Weilheimer Angriff übernommen hat, bringt zusätzliche Brisanz in die Partie. Fehlen werden auf Weilheimer Seite Fabian Zettl und der gesperrte Timmy Hiller. Dass man auch ohne stark besetzte Auswechselbank ein Spiel gewinnen kann, hat die Mannschaft vergangene Woche bewiesen.

Da es der SG Lenningen in den vergangenen Spielen nicht gelungen ist, gegen vergleichbar starke Gegner die Punkte zu holen, muss dies heute Abend eben gegen ein Team aus der Spitzengruppe gelingen. So jedenfalls die Zielvorgabe von SG-Coach Michael Rehkugler vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten SG Hegensberg-Liebersbronn. Der Tabellendritte aus Esslingen ist für sein erfolgreiches Tempospiel bekannt. Dem will Rehkugler mit mehr Laufarbeit in der Abwehr begegnen. Dadurch soll seine Mannschaft, die im Angriff zuletzt hektisch und phasenweise kopflos agierte, auch in der Offensive wieder zu einer strukturierten und dynamischen Spielweise zurückfinden. Den schon obligatorischen Einbruch seiner Mannschaft in der zweiten Spielhälfte hofft Rehkugler diesmal nicht wieder erleben zu müssen.

Die zuletzt vermissten Ricki Austen, Yannick Schopp und Oliver Ringelspacher sind heute Abend wieder mit von der Partie. Somit stehen zumindest personell die Ampeln auf Grün. Der Druck ist groß. Wie die Mannschaft damit umgehen wird, ist die spannende Frage. Anschluss ans Mittelfeld oder Abdriften in die Gefahrenzone? Zum Drittletzten TSV Denkendorf sind es nur noch vier Punkte. mb/tk/rs

TSV Owen: Langlinderer, U. Raichle, Waldenmayer – Stark, Busch, Mosca, S. Martin, Schmid, Jauss, Kupferschmid, Bauer, Fischer, H. Raichle

TSV Weilheim: Illi, Müske – Sigel, Hartmann, Seyferle, Banzhaf, Steinke, Braun, D. Zettl, Klein, Klett

SG Lenningen: Carrle, Lamparter – Schopp, Max Bächle, Rieke, Renz, Schmid, O. Ringels­pacher, Austen, Born, Haid, Walddörfer, Marc Bächle, Pisch