Lokalsport

Keine Maxiflüge, aber viel gute Stimmung

52 Junioren kämpften bei der Landesmeisterschaft in Grabenstetten um die Tickets für die DM

Bei den baden-württembergischen Segelflug-Meisterschaften der Junioren kämpften 52 Piloten und Pilotinnen auch darum, sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren – vier pro Klasse schafften den Sprung.

segelfluig grabenstetten hochschleppen
segelfluig grabenstetten hochschleppen

Grabenstetten. Die Meisterschaft schloss mit dem Höhepunkt der Veranstaltung – der Siegerehrung. Sieger in der Clubklasse wurde Tobias Hoch vom FSV Mössingen mit einer LS 4 vor Michael Otzipka (LSV Bonn Rhein-Sieg) und Joa­chim Schwenk (LSV Münsingen-Eisberg). Sein Bruder Heiko Schwenk belegte den vierten Platz – damit hatte er sich ebenfalls für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. In der Standardklasse siegte nach fünf Wertungstagen Sven Mayer vom SFC Schwäbisch Hall vor Jan Glöckner vom LSV Füssen und Thilo Scheffler (LSC Condor/Schleswig-Holstein). Spaßige Randnotiz bei der Preisverleihung: Da freute sich Wettbewerbsleiter Erich Sigel ganz besonders über den Erfolg des Norddeutschen, denn „eine richtige Thermik kennt der ja eigentlich nicht“, wie Sigel launig anmerkte.

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Bis die Endklassements feststanden, mussten die Piloten warten: Es galt, die zweistündige Einspruchsfrist abzuwarten. Die Zeit bis zur Siegerehrung wurde jedoch gut genutzt, denn Koch Florian Rui­singer, selbst Pilot und Vereinsmitglied in Grabenstetten, hatte sich für den letzten Tag ein Drei-Gänge-Menü überlegt und mit seiner Mannschaft zubereitet – die Piloten goutierten es. Nach dem Essen in der geschmückten Fliegerhalle bedankte sich Sigel nochmals bei den Pilotinnen und Piloten – auch für „unfallfreies Fliegen, denn das ist letztendlich das Wichtigste.“ Es gab zwar viele Außenlandungen mit zusätzlichem Aufwand für Rückholmannschaften und Piloten, doch alle verliefen glimpflich. „Die Gesamtwetterlage in den zwei Wettbewerbswochen war relativ schwierig“, bilanzierte Sigel. Das führte dazu, dass die Thermik an keinem Tag für die ganz langen Flügen ausreichte.

Trotzdem hatten die Piloten ihren Spaß – und sei‘s beim Drumherum.es